Eiskalt: Riedel baut eigene Montagehalle

Obwohl die Nutzer der Produkte von Peter Riedel zu Höhenflügen ansetzen, bleibt der Entwickler einer neuen Anlaufspur für Schanzen lieber auf dem Boden und investiert in einen Neubau in Raschau.
<font size="2">VON BEATE KINDT-MATUSCHEK</font>
<font size="2">RASCHAU </font><font size="2">- Wie die Anlaufspur einer Schanze beschaffen sein muss, weiß der Unternehmer Peter Riedel aus Tellerhäuser besser als jeder</font> <font size="2">andere. Schließlich hat er ein spezielles Patent für die Ski-Line (Anlaufspur) entwickelt. Eine, die Skispringer sowohl im Winter als auch im</font> <font size="2">Sommer zu Höhenflügen führt.</font>
<font size="2"><br> Riedel selbst ist dabei ein bodenständiger Unternehmer und kühner Stratege geblieben. Für die Erweiterung seines Unternehmens, die Peter</font> <font size="2">Riedel GmbH, war zudem kein langer Anlauf vonnöten. Denn schnell und unkompliziert fand er nun in Raschau einen geeigneten Standort für</font> <font size="2">seine geplante Firmenerweiterung: Eine erste eigene Produktionshalle. Die Behörden und Räte der Gemeinde Raschau-Markersbach erteilten</font> <font size="2">dem Vorhaben sehr schnell das Startsignal. Schon jetzt ist das Fundament dafür an der Straße des Friedens erkennbar, nimmt die</font> <font size="2">Erschließungsstraße zum Objekt zunehmend Gestalt an. Bereits im Oktober sollen die ersten Anlaufspuren im neuen Objekt gefertigt werden.</font>
<font size="2"><br> Seit 2007 stellt der 48-jährige Unternehmer, der studierter Bauingenieur ist, die Ski-Line in enger Zusammenarbeit mit der Firma Rehau her.</font> <font size="2">Sie sind zu einem Qualitätssiegel für Anlaufspuren aus Eis geworden, die solide Wett- kämpfe der Skiadler auch bei Plusgraden über 20 Grad</font> <font size="2">Celsius noch ermöglichen. "Am 9. Oktober vergangenen Jahres haben wir diesbezüglich einen echten Weltrekord aufgestellt, bei einem</font> <font size="2">Skispringen in Österreich, als das Außenthermometer 30 Grad zeigte", berichtet Riedel nicht ohne Stolz. "Die Spur hält", das war damals die</font> <font size="2">wohl wichtigste Aussage für die Teilnehmer des Wettkampfs.</font>
<font size="2"><br> Etwa 400 Quadratmeter Fläche wird die neue Montagehalle bieten. "Im nächsten Jahr wollen wir dann auch noch die Verwaltung der Firma</font> <font size="2">mit in der Halle etablieren", so Riedel. Ihm sei vor allem die direkte Anbindung an die Bundesstraße wichtig gewesen. Diese ist in diesem</font> <font size="2">Mischgebiet von Raschau, das an der Kreuzung zur B 101 liegt, unmittelbar gegeben. Die zentrale und leicht erreichbare Lage des neuen Ski-</font><font size="2">Line-Geländes sei besonders günstig für alle regionalen Zulieferer - "und andere haben wir nicht", betont der Firmenchef.</font>
<font size="2"><br> Rund eine halbe Million Euro investiert er am Standort Raschau. Bislang habe er mit seinen derzeit fünf Mitarbeitern Materiallager an</font> <font size="2">verschiedenen Standorten gefertigt. "Das ist auf die Dauer und angesichts der vielen neuen Aufträge nicht mehr zu machen. Produziert</font> <font size="2">haben wir stets in angemieteten, sonst leer stehenden Werkhallen", erzählt der Firmenchef. Doch mittlerweile ist seine Ski-Line weltweit ein</font> <font size="2">Thema und die Auftragslage entsprechend gut. Erst in der vergangenen Woche war Riedel in Russland unterwegs und kam mit neuen</font> <font size="2">Aufträgen für die Ausstattung von zwei Großschanzen zurück. Eine große Hilfe bei der weltweiten Vermarktung sei die enge Zusammenarbeit</font> <font size="2">mit der Rehau AG, hebt er hervor. Im Oktober soll die Halle bezugsfertig sein.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Schwarzenberger Zeitung, 03.09.2011&nbsp;</font>