Erholungsforschung im Reisegebiet Erzgebirge

Touristiker und Wissenschaftler diskutierten auf eintägiger Fachtagung
Ist die Erholungswirkung messbar? Diese und weitere Fragen erörterten Touristiker und Wissenschaftler in Annaberg-Buchholz. Viele Urlauber wollen sich im Urlaub erholen und entspannen, so die Marktforscher. Das können sie natürlich im Erzgebirge, meinen die Touristiker. Doch ob und wie sich Urlauber erholen, ist bislang kaum untersucht. Deshalb lud der Tourismusverband Erzgebirge zur Fachtagung ein. Hochkarätige Wissenschaftlicher vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH und von der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Leipzig brachten erhellende Erkenntnisse. So gibt es tatsächlich noch erheblichen Forschungsbedarf. Was unternimmt ein Urlauber, der sich erholen will? Können Ferienorte und Hotelbetriebe die Erholungswirkung beeinflussen? Neben den offenen Fragen sehen die Wissenschaftler auch Chancen für das Erzgebirge. Da die Erholungsforschung noch in den Kinderschuhen steckt, kann sich das Reisegebiet als Vorreiter in Deutschland profilieren. Eine nachweisbare hohe Erholungsqualität wäre ein überzeugendes Argument im Wettbewerb um Erholungsurlauber. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Dieses Vorhaben geht jedoch nicht ohne die Zusammenarbeit mit Tourismusunternehmen. Deshalb begaben sich die Wissenschaftler am Nachmittag gemeinsam mit den Touristikern auf die Suche nach geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Erholungsqualität.
Die Teilnehmer der Fachtagung sind sich einig, dass das Thema „Erholungswirkung“ als Profilthema für das Erzgebirge weiter bearbeitet werden soll und haben mehrheitlich ihre Bereitschaft zur Mitwirkung im zukünftigen Netzwerk „Erholungs-forschung“ bekundet.