Firma Wendt & Kühn arbeitet schon am Sortiment für 2012

Die weltbekannte Engelmanufaktur möchte im neuen Jahr mehr Präsenz auf internationalem Parkett zeigen. Im Januar geht es zunächst zur International Gift Fair nach New York.
<font size="2">VON MIKE BALDAUF</font>
<font size="2">GRÜNHAINICHEN </font><font size="2">- Mit einem erneuten Besucheransturm sind gestern in der Grünhainichener</font> <font size="2">Engelmanufaktur die letzten Schautage in diesem Jahr zu Ende gegangen. Thomas Rost, Leiter</font> <font size="2">Marketing/Vertrieb, sprach von mehreren Tausend Neugierigen, die am ersten Adventswochenende die</font> <font size="2">Produktionsräume des Traditionsunternehmens in Augenschein nahmen.</font>
<font size="2"><br> Schon bei den Schautagen im Oktober seien die Erwartungen der Organisatoren mit rund 10.000 Besuchern</font> <font size="2">an vier Tagen übertroffen worden. Diese Zahl stellt Rost zufolge zugleich das Limit dar, das die Manufaktur</font> <font size="2">gerade noch verkraften könne. Denn bei noch mehr Besuchern ginge der besondere Charakter dieser</font> <font size="2">Veranstaltung verloren.</font>
<font size="2"><br> Hinter dem Grünhainichener Holzkunstproduzenten liegt offenbar ein gutes Jahr. Das Interesse an</font> <font size="2">hochwertigen Konsumgütern ist aus Sicht des Marketing- und Vertriebschefs deutlich gewachsen: "Eine</font> <font size="2">Tendenz, die für Wendt &amp; Kühn recht gut ist. Nach fast elf Monaten werden wir sicherlich auch einen guten</font> <font size="2">Dezember haben, womit der Absatz auf Vorjahresniveau liegen dürfte." Seit Jahren wirtschaftet das</font> <font size="2">Unternehmen auf annähernd konstantem Niveau. 450.000 Musikantenengel - das ist die größte</font> <font size="2">Warengruppe - hat Wendt &amp; Kühn dieses Jahr verkauft. Als ein Erfolg erwies sich etwa die limitierte</font> <font size="2">Goldedition "Lichterbote", von der einmalig 22.222 Figuren produziert und vertrieben wurden. Mit 35.000</font> <font size="2">Bestellungen war die Nachfrage Thomas Rost zufolge dabei noch weitaus größer. Den Geschmack ihrer</font> <font size="2">Kunden traf die Manufaktur auch mit einem ebenfalls inzwischen ausverkauften Lebkuchenengel - eine</font> <font size="2">Figur, die erstmals kein Instrument, sondern einen Pfefferkuchen und ein Vögelchen in den Händen hält.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">"Nach fast elf Monaten werden wir sicherlich auch einen guten Dezember haben, womit der</font> <font size="2">Absatz auf Vorjahresniveau liegen dürfte."</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Thomas Rost Leiter Marketing/Vertrieb</font>
<font size="2"><br> Mutige Produkteinführungen, die vorweg zum ersten Mal mit den Fachhändlern besprochen wurden, sind</font> <font size="2">laut Marketing- und Vertriebsleiter auch für 2012 vorgesehen. Dazu gehören etwa zwei Wanduhren, die</font> <font size="2">derzeit produziert und im Frühjahr verkauft werden sollen. Die außen im Stil von Wendt &amp; Kühn mit einem</font> <font size="2">Blumenkind oder einem Schwebeengel verzierten Zeitmesser bekommen mit einem Quarzuhrwerk ein</font> <font size="2">modernes Innenleben verpasst. "Um die Exklusivität zu erhöhen, versehen wir die Uhren auf Wunsch auch</font> <font size="2">mit einem Namenszug", verrät Rost. Besucher haben die Neuentwicklungen am Wochenende allerdings</font> <font size="2">noch nicht zu sehen bekommen. Zuerst sollen sich die Händler ein Bild davon machen können, erklärt Rost.</font> <font size="2">Lediglich die größere Vorlage für die Wanduhren konnten Neugierige im Musterzimmer der Manufaktur </font><font size="2">entdecken.</font>
<font size="2"><br> Freuen dürfen sich Sammler zudem auf drei neue Hasenfiguren, die das Haus für nächstes Jahr ankündigt.</font> <font size="2">Die ersten drei der musizierenden Langohren-Kapelle, die nach 50 Jahren wieder aus dem Musterschrank</font> <font size="2">geholt wurde, hatten selbst das Fachpublikum bei den diesjährigen Messen Ambiente und Cadeaux in</font> <font size="2">Frankfurt (Main) und Leipzig überrascht.</font>
<font size="2"><br> An der Spielwarenmesse in Nürnberg sowie der Konsumgütermesse Tendence in Frankfurt (Main) wollen</font> <font size="2">sich die Grünhainichener im kommenden Jahr indes nicht mehr beteiligen. Als Grund nennt Rost eine seit</font> <font size="2">Jahren nachlassende Attraktivität beider Standorte. Dagegen will Wendt &amp; Kühn 2012 auf internationalen</font> <font size="2">Schauplätzen mehr Präsenz zeigen. Erster Termin wird im Januar bei der Geschenke-Handelsmesse</font> <font size="2">International Gift Fair in New York sein. Ebenso will die Manufaktur im Baltikum ihre Fühler ausstrecken. "In</font> <font size="2">den kommenden Jahren ist es unser Ziel, den Exportanteil von derzeit etwa zehn Prozent weiter zu</font> <font size="2">erhöhen", sagt Rost.</font>
<font size="2"><br> Dabei will Wendt &amp; Kühn die Fachhändler im Inland nicht aus den Augen verlieren. Im Gegenteil: Diese</font> <font size="2">Geschäftspartner möchte das Unternehmen noch stärker an sich binden, beispielsweise mit dem Aufbau</font> <font size="2">eines speziellen Händler-Internetportals, das die Kommunikation verbessern soll, kündigt Thomas Rost an.</font> <font size="2">Die Manufaktur arbeitet weltweit mit 1300 Händlern zusammen, 800 davon in Deutschland.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 28.11.2011</font>