Frühschicht fährt jetzt mit Firmenbus zur Arbeit

Die Umleitung wegen des Straßenbaus am Zöblitzer Berg kommt die in der Marienberger Region wohnenden Beschäftigten der Wätas Wärmetauscher Sachsen GmbH Olbernhau nicht mehr ganz so teuer zu stehen: Die Firma hat einen Kleinbus gekauft.
<font size="2">VON MARTINA BRANDENBURG</font>
<font size="2">POBERSHAU/OLBERNHAU </font><font size="2">- Wer täglich zwischen Marienberg und Olbernhau unterwegs ist, weiß: Zweimal sechs Kilometer</font> <font size="2">Umleitung am Tag können nicht nur lang, sondern auf Dauer auch teuer werden. Die Mitarbeiter der Wätas Wärmetauscher Sachsen</font> <font size="2">GmbH, die täglich aus der Marienberger Region nach Olbernhau fahren, werden seit dieser Woche zumindest teilweise entlastet. Das</font> <font size="2">Unternehmen hat auf Anregung seiner Mitarbeiter einen Kleinbus gekauft. Das neunsitzige Gefährt bringt die Beschäftigten der</font> <font size="2">Frühschicht nunmehr vom alten Firmensitz in Pobershau in die Stadt der sieben Täler.</font>
<font size="2"><br> "Wir haben lange nach einer Lösung gesucht. Schon bei der Ankündigung des Baus sind unsere Mitarbeiter wegen des erwarteten</font> <font size="2">Mehraufwandes auf uns zugekommen", erläutert Büroleiterin Ulrike Gerstner. "Unsere ursprüngliche Idee, ein Bahnticket</font> <font size="2">mitzufinanzieren, hat sich leider wegen der Unvereinbarkeit der Fahrzeiten der Erzgebirgsbahn mit der Arbeitszeit der Schichtdienstler</font> <font size="2">zerschlagen. Nun können wir zumindest im Drei-Wochen-Rhythmus eine Entlastung anbieten."</font>
<font size="2"><br> In dieser Woche nutzen vorerst sieben Beschäftigte sowie zwei Ferienarbeiter den neuen Kleinbus. In den kommenden Monaten werden</font> <font size="2">jede Woche ein Plan erstellt und ein Verantwortlicher festgelegt, der das Auto fährt, legte die Büroleiterin dar: "Die Mitfahrgelegenheit</font> <font size="2">werden vorrangig die Mitarbeiter nutzen, die es am weitesten zur Arbeit haben."</font>
<font size="2"><br> Thomas Otto aus Gebirge zählt zu den sieben Frühschichtlern, die sich gestern Morgen pünktlich 5.30 Uhr auf die Strecke nach</font> <font size="2">Olbernhau begeben haben. Der 29-Jährige kommt mit dem Rad nach Pobershau: "Dass die Firma uns das Auto zur Verfügung stellt, ist</font> <font size="2">eine sehr gute Sache. Das ist kostengünstig und einfach für uns." "Der Bus ist eine günstige Angelegenheit", findet auch der 61-jährige</font> <font size="2">Günter Neubert aus Mauersberg. "Wären wir alle allein oder in Fahrgemeinschaften unterwegs, ginge das ganz schön ins Geld." Für</font> <font size="2">Bernd Bräuer aus Marienberg hat die Fahrt mit dem Kleinbus noch einen weiteren Vorteil. "Die Anfahrt ist für alle, die nicht am Steuer</font> <font size="2">sitzen, sehr erholsam. Früher sind wir in Fahrgemeinschaften unterwegs gewesen. Dass der Betrieb ein Fahrzeug zur Verfügung stellt,</font> <font size="2">habe ich bislang von einer anderen Firma noch nicht gehört. Daher wissen wir das Engagement der Wätas zu schätzen", meint der 56-</font><font size="2">Jährige.</font>
<font size="2"><br> "Wir sind sozial denkende Menschen", begründet Ulrike Gerstner die Entscheidung des Unternehmens. "Wir hoffen, dass dieses</font> <font size="2">Entgegenkommen zur Motivation unserer Mitarbeiter beiträgt." Und die ist auf alle Fälle gefragt, denn die allgemein gute Auftragslage</font> <font size="2">für die Wärmetauscherproduktion gestalte sich bei der 145 Frauen und Männer beschäftigenden Wätas "weiter stark ansteigend". "Ab</font> <font size="2">dieser Woche werden deshalb rund 15 Mitarbeiter sogar samstags arbeiten. Wir sind auf einem guten Weg", so die Büroleiterin in</font> <font size="2">Hinblick auf das allein in diesem Unternehmensbereich 2011 angestrebte Umsatzziel von 9,5 Millionen Euro, "wenngleich wir aufgrund</font> <font size="2">der insgesamt teurer gewordenen Materialpreise und auch aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Märkte abwarten müssen, was</font> <font size="2">am Ende rauskommt."</font>
<font size="2"><br> Für weitere Auftragseingänge dürfte die Wätas bald noch besser gerüstet sein. Das Unternehmen lässt derzeit eine 2100 Quadratmeter</font> <font size="2">Produktionsfläche umfassende Halle errichten, die im kommenden Monat fertig sein soll. Ab Januar 2012 ist vorgesehen, dort Edelstahl-</font><font size="2">Wärmetauscher zu fertigen. (mit jag)<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Marienberger Zeitung, 11.08.2011</font>