Gewerbeflächen sind mittlerweile heiß begehrt

Kaufen, was das Zeug hält. Das ist nicht nur ein vorweihnachtliches Phänomen. Auch die erzgebirgischen Kommunen müssen sich ranhalten, um für Investoren Platz zu schaffen.
<font size="2">VON HANNAH METZGER</font>
<font size="2">EHRENFRIEDERSDORF/ANNABERG</font><font size="2"> - Die Stadt Ehrenfriedersdorf kauft eine alte</font> <font size="2">Gewerbebrache. Für etwa 1675 Quadratmeter Fläche an der Ziegelstraße gibt die</font> <font size="2">Kommune rund 9000 Euro aus, das haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung</font> <font size="2">beschlossen. "Das Gelände ist in sehr schlechtem Zustand, wir wollen es gern wieder so</font> <font size="2">gestalten, dass sich dort Gewerbe ansiedeln kann", erklärte Bürgermeister Frank Uhlig</font> <font size="2">(SPD). Früher sei dort die Schuhherstellung "Panther" ansässig gewesen, dann die Firma</font> <font size="2">BY Bauelemente. Beide gibt es nicht mehr, mit dem Insolvenzverwalter konnte ein</font> <font size="2">günstiger Preis ausgehandelt werden. Für den Abriss der Brachen müssten aber wohl noch</font> <font size="2">etwa 30.000 Euro aufgebracht werden.</font>
<font size="2"><br> Der Grund für die Investition? Neben der Sorge um die allgemeine Stadtentwicklung -</font> <font size="2">schließlich will eigentlich keiner Brachen stehen lassen - will die Stadt auch einfach Platz</font> <font size="2">schaffen. "Wir haben ansonsten im Moment eigentlich nur noch eine kleine Fläche im</font> <font size="2">Gewerbegebiet am Sauberg anzubieten", bestätigte der Bürgermeister.</font>
<font size="2"><br> Damit stehen die Ehrenfriedersdorfer aber nicht allein. "Das Angebot an geplanten und</font> <font size="2">erschlossenen Flächen im Annaberger Raum ist nicht mehr sehr groß", sagte Matthias</font> <font size="2">Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Deshalb sei es für die</font> <font size="2">Kommunen mittlerweile wichtig, vorzusorgen. Immerhin sei es mit der Fläche an sich nicht</font> <font size="2">getan - Bebauungsplanung und Erschließung könnten sich über Jahre hinziehen. "Das ging</font> <font size="2">in den 1990er-Jahren noch schneller. Die Stimmung war eine andere, und die</font> <font size="2">Anforderungen an Planungen sind auch gestiegen", erklärte Lißke.</font>
<font size="2"><br> Genau deshalb sei es für die Kommunen durchaus empfehlenswert, bereits vorhandene,</font> <font size="2">brach liegende Flächen zu nutzen. Neben Ehrenfriedersdorf will so zum Beispiel auch</font> <font size="2">Mildenau bald bei der Versteigerung einer Gewerbefläche im Ort mitbieten. "Damit können</font> <font size="2">die Städte und Gemeinden noch was gestalten", sagte der Wirtschaftsförderer. Neben dem</font> <font size="2">Aufkaufen solcher "Altlasten" würde zudem in der Region auch die Erschließung von</font> <font size="2">Gewerbegebieten vorangetrieben, wie in Annaberg-Buchholz an der Bundesstraße 101.</font> <font size="2">"Ein Stück Zukunft wird außerdem sein, dass die Kommunen in punkto</font> <font size="2">Firmenansiedlungen stärker zusammenarbeiten", erläuterte Lißke.<br> <br> </font><font size="2"><br> Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 05.12.2011</font>