Hock Sachsen erhöht Umsatz und investiert

Krisenzeiten sind nicht mit Stillstand gleichzusetzen. Auch bei Hock mit seinen Standorten in Beierfeld und Schwarzenberg ist die generelle Tendenz positiv - trotz einiger Sorgen.
<font size="2">VON FRANK NESTLER</font>
<font size="2">BEIERFELD/SCHWARZENBERG</font><font size="2"> - Die zweite Produktionshalle der Hock Sachsen GmbH im Gewerbegebiet am Schwarzenberger</font> <font size="2">Bahnhof sollte inklusive Büro- und Sozialtrakt bereits fertig sein. Probleme mit der Statik und die widrige Witterung im vergangenen</font> <font size="2">Winter haben das verhindert. Doch die erste, riesige Servopresse - geplant sind zwei - steht, der Probebetrieb zum Fertigen von</font> <font size="2">Autoradiogehäusen ist im Gange. Gestern gab es dazu weitere Feinabstimmungen, auch mit der Baufirma wurden noch wichtige Details</font> <font size="2">besprochen. "Ganz ehrlich: Wir hätten unser 20-jähriges Bestehen im Erzgebirge schon gerne mit einer Einweihung verbunden", sagte</font> <font size="2">Geschäftsführer Peter Rauschenberger. "Aber das hat leider nicht geklappt."</font>
<font size="2"><br> Geklappt hat in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten aber etliches bei Hock Sachsen. Mit heute zirka 380 Mitarbeitern in Beierfeld und</font> <font size="2">in Schwarzenberg ist das familiengeführte Unternehmen einer der größten Arbeitgeber in der Region. Waren es früher eher einfache</font> <font size="2">Stanz- und Ziehteile, werden heute höchst anspruchsvolle Komponenten und Baugruppen gefertigt. Die Kunden sind im Automobilbau,</font> <font size="2">im medizinischen Gerätebau und im Bereich Wehrtechnik angesiedelt.</font>
<font size="2"><br> "Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat natürlich auch um uns keinen Bogen gemacht", räumt Rauschenberger ein. "Wir konnten das</font> <font size="2">unter anderem dadurch meistern, dass wir in schwierigen Zeiten mehr als 50 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert haben, obwohl</font> <font size="2">das eigentlich vorgesehen war." Der Jahresumsatz ging 2009 spürbar zurück, "für das laufende Jahr aber rechnen wir wieder mit einer</font> <font size="2">Steigerung auf etwa 39 Millionen Euro." Enorm entwickelt hat sich bei Hock Sachsen der Export. Gingen anfangs gar keine Produkte ins</font> <font size="2">Ausland, macht der Bereich mittlerweile bis zu 40 Prozent des Umsatzes aus. Im Rahmen der Hock-Gruppe ist man mit</font> <font size="2">Niederlassungen in Rumänien nun auch international aufgestellt und vernetzt. In der Unternehmensgruppe gilt der Standort in</font> <font size="2">Beierfeld/ Schwarzenberg als umsatzstärkster, größter, innovativster - ein Grund mehr für die Geschäftsleitung, gestern für Mitarbeiter</font> <font size="2">und deren Familien ein Sommerfest anlässlich des Firmengeburtstags zu veranstalten.</font>
<font size="2"><br> In die Zukunft gerichtet ist auch die Lehrausbildung bei Hock Sachsen. Seit Ende der 1990er-Jahre ermöglicht die Firma</font> <font size="2">Schulabgängern den Einstieg ins Berufsleben. Ab September sind insgesamt 25 angehende Werkzeugmechaniker, Verfahrenstechniker</font> <font size="2">sowie Maschinen- und Anlagenführer im Betrieb angestellt. Eine Vision Rauschenbergers: Das frühere Zollgebäude am Bahnhof</font> <font size="2">Schwarzenberg soll saniert und der abgerissene Flachbau der Güterabfertigung nach historischem Vorbild wieder errichtet werden. Das</font> <font size="2">Ziegelhaus könnte dann Schulungsräume, Büros und Sanitärräume beherbergen. Und die eingeschossige Holzbauhalle? Eine</font> <font size="2">Lehrwerkstatt!<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Schwarzenberger Zeitung, 06.08.2011&nbsp;</font>