Mit Leiterplatten auf Erfolgskurs

Das Gornsdorfer Unternehmen KSG hat 2011 einen Rekordumsatz erreicht. Dieses Jahr soll das hohe Niveau gehalten werden.
<font size="2">VON CHRISTOPH ULRICH</font>
<font size="2">GORNSDORF </font><font size="2">- Im vergangenen Jahr hat der Leiterplattenhersteller KSG, Gornsdorf (Erzgebirgskreis),</font> <font size="2">seinen Umsatz um acht Prozent auf 65 Millionen Euro gesteigert. Damit wurde der überraschend hohe</font> <font size="2">Rekordumsatz von 60 Millionen Euro aus dem Jahr 2010 noch einmal übertroffen. Im Krisenjahr 2009</font> <font size="2">wurden dagegen lediglich 39 Millionen Euro erwirtschaftet. "Für dieses Jahr sind wir optimistisch, den</font> <font size="2">Umsatz auf diesem hohen Niveau stabil halten zu können", sagte Udo Bechtloff, Vorsitzender der</font> <font size="2">Geschäftsführung der KSG Leiterplatten GmbH in einem Gespräch mit der "Freien Presse".</font>
<font size="2"><br> Die gute Entwicklung bei Umsatz und Auftragslage hatte auch positive Auswirkungen auf die Beschäftigung.</font> <font size="2">Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 530 im Jahr 2010 auf 579 zum Jahresende 2011. Das Unternehmen</font> <font size="2">vertraut bei den Neueinstellungen vor allem auf Fachkräfte aus der Region. "Wir haben eine hohe</font> <font size="2">Reputation im Markt. Das macht uns als Arbeitgeber interessant", meinte Bechtloff. Das Gornsdorfer</font> <font size="2">Unternehmen stellt Leiterplatten für die unterschiedlichsten Anforderungen in kleinen oder mittelgroßen</font> <font size="2">Serien her. Auf der Kundenliste stehen rund 550 Unternehmen, die zum Teil sehr kurzfristig jeweils</font> <font size="2">spezielle Leiterplatten bei KSG ordern. Jedes Jahr werden rund 30.000 Aufträge abgewickelt, von denen</font> <font size="2">etwa ein Drittel völlig neu sind. "Das muss man logistisch und qualitativ beherrschen", beschrieb Bechtloff</font> <font size="2">das Erfolgsrezept des Unternehmens. Rückgrat dafür ist ein selbst konzipiertes EDV-System mit einer</font> <font size="2">lückenlosen Abbildung der Fertigungsschritte. Auf diese Weise kann der Kunde auch immer exakt darüber</font> <font size="2">informiert werden, wann er mit den fertigen Leiterplatten rechnen kann. "In der Branche sind kurze</font> <font size="2">Durchlaufzeiten und eine hohe Termintreue der nötige Wettbewerbsvorsprung", sagte der KSG-Chef. Das </font><font size="2">Unternehmen beschäftigt allein 40 Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung, um die Aufträge exakt und</font> <font size="2">korrekt abzuwickeln. KSG ist mittlerweile der drittgrößte Leiterplattenproduzent in Deutschland. Europaweit</font> <font size="2">steht das Unternehmen auf dem fünften Platz.</font>
<font size="2"><br> Das Gornsdorfer Unternehmen beliefert unterschiedliche Branchen. Der Bereich Industrieelektronik sorgt für</font> <font size="2">rund die Hälfte des Umsatzes (47,4 Prozent). Gut ein Viertel tragen Leiterplatten-Bestücker bei (26</font> <font size="2">Prozent). Bedeutend ist auch noch die Automobilindustrie, die einen Umsatzanteil von 17,5 Prozent erreicht.</font> <font size="2">Technologisch weitergebracht hat den Leiterplattenhersteller zuletzt ein Auftrag des Autozulieferers Bosch.</font> <font size="2">KSG ist Exklusivlieferant für eine Leiterplatte für ein Abstandsradarsystem, das in Oberklasse-Fahrzeuge</font> <font size="2">eingebaut wird. Das Radarsystem funktioniert auch noch bei Geschwindigkeiten über 200 Stundenkilometer.</font> <font size="2">"Bei diesem System ist höchste Präzision gefragt", sagte Bechtloff.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 16.02.2012</font>