Mit Partnern auf guter Strecke: Flairhotel Blauer Engel

<font size="2">Glück auf! Der Bergmannsgruß ist im Erzgebirge</font> <font size="2">zuhause. Hier wurde er begründet. Mit</font> <font size="2">ihm wünschten sich Bergleute ab dem Ende</font> <font size="2">des 16. Jahrhunderts, neue Erzgänge aufzutun.</font> <font size="2">Nur wenn dies gelang, hatte der Bergmann</font> <font size="2">Aussicht, zu seinem verdienten Lohn</font> <font size="2">für die schwere Arbeit zu kommen. „Glück</font> <font size="2">auf“, so grüßt auch Tilo Unger seine Gäste im</font> <font size="2">„Blauen Engel”.</font>
<font size="2"><br> Das Hotel steht im Herzen von Aue, bereits</font> <font size="2">viereinhalb Jahrhunderte. Der „Blaue Engel” ist</font> <font size="2">Hotel, Restaurant, Brauerei. Städtetouristen finden</font> <font size="2">hier Quartier und Entspannung, Geschäftsreisende</font> <font size="2">machen in dem imposanten Haus</font> <font size="2">Station. Fußball-Prominenz kehrt hier ein, wenn</font> <font size="2">in Aue die 2. Bundesliga spielt. Die Auer gehen</font> <font size="2">in den „Engel”, um sich in den Restaurants</font> <font size="2">kulinarisch verwöhnen zu lassen. Aues Jugend</font> <font size="2">trifft sich im Brauerei-Gasthof zur Livemusik</font> <font size="2">und auf ein Bier. Neugierige lockt es in das</font> <font size="2">Biermuseum. In der Gläsernen Brauerei kreieren</font> <font size="2">Gäste eigenes Bier oder lassen sich eines</font> <font size="2">jener 20 Biere schmecken, die vom Braumeister </font><font size="2">des Hauses zum Teil nach einem Braubuch</font> <font size="2">aus dem Jahre 1784 gebraut werden.</font>
<font size="2"><br> Um im Hotellerie- und Gastgewerbe heute</font> <font size="2">erfolgreich zu sein, muss man vorausschauend</font> <font size="2">wirtschaften und „innovativ” sein. Tilo Unger</font> <font size="2">und seine Familie führen das erste Haus am</font> <font size="2">Platz in Aue. Sie verbindet ein „Wir-Gefühl“,</font> <font size="2">das auch die Mitarbeiter umfasst. 20 Jahre</font> <font size="2">schon. Das will was heißen, in einer Branche,</font> <font size="2">die äußerst wetterfühlig auf konjunkturelle</font> <font size="2">Hochs und Tiefs reagiert. „Wer solch einen</font> <font size="2">Betrieb führt, muss verzichten können.“ Tilo</font> <font size="2">Unger beschreibt eigene Erfahrungen der</font> <font size="2">letzten zwei Jahrzehnte: Sieben Tage Arbeit</font> <font size="2">mit einem Tagesablauf, der vor allem eines ist:</font> <font size="2">unregelmäßig. Das Überleben in den ersten</font> <font size="2">Jahren sei besonders schwer gewesen. 1990</font> <font size="2">hatte die Familie den Antrag gestellt, das</font> <font size="2">Hotel von der Treuhand zu kaufen. Fünf Jahre</font> <font size="2">dauerten die Verhandlungen. Tilo Unger ist</font> <font size="2">in seinem Urteil konsequent, genau so wie</font> <font size="2">die Familie in ihrem Tun stringent ist. Alles ist</font> <font size="2">durchdacht: Die ersten „Innovationen“ im Haus</font> <font size="2">gleich nach 1990, der Beitritt zur Flairhotel-</font><font size="2">Gruppe, die Neubauten von der Rezeption bis</font> <font size="2">zur Wellness-Landschaft, der Aufbau einer</font> <font size="2">Erlebnisbrauerei, die Gestaltung der Fassade</font> <font size="2">des historischen Hauses, das ab der ersten</font> <font size="2">Etage ein Fachwerkbau und dessen imposantes</font> <font size="2">Zwiebeltürmchen ein Blickfang ist, zuletzt</font> <font size="2">die gastfreundliche Modernisierung der Zimmer,</font> <font size="2">von denen man nun zwar weniger hat, die</font> <font size="2">dafür aber um so komfortabler sind. Alles hat</font> <font size="2">einen Plan. Die Zimmer werden mit Grundwasser</font> <font size="2">klimatisiert, das danach wieder zurück in</font> <font size="2">die Mulde fließt. Die Einrichtung ist modern,</font> <font size="2">aber zeitlos-schlicht im Design, weil sich Ausstattungstrends</font> <font size="2">in Hotels heute viel schneller</font> <font size="2">ändern, als Abschreibungseffekte zu erzielen</font> <font size="2">sind. Der Historie fühlt man sich im „Blauen</font> <font size="2">Engel” dennoch verpflichtet, dort wo es Sinn</font> <font size="2">macht und den Gast erfreut: Schnitzereien,</font> <font size="2">Deckengestaltung und Erlebnisbereiche, die</font> <font size="2">angelehnt sind an die Geschichte des Hauses,</font> <font size="2">der Region, des Bergbaus.</font><font size="2"><br> <br> So mancher staunt, was die Familie Unger</font> <font size="2">über Jahre aufgebaut hat im Zentrum der</font> <font size="2">Stadt. „Ich denke, es ist etwas Gutes“, meint</font> <font size="2">Tilo Unger selbst, „etwas mit solidem Fundament.“</font> <font size="2">Die Summe, die die Familie über </font><font size="2">die Jahre investierte, habe viele Nullen. „Das</font> <font size="2">finanziert man nicht einfach mal so.“ Partner</font> <font size="2">seien wichtig, fügt er hinzu. Dank schwingt</font> <font size="2">mit, an die Sparkasse Erzgebirge, an die Förderbank</font> <font size="2">des Freistaates Sachsen. „Ohne eine</font> <font size="2">Förderbank im Rücken könnten wir Wirte in</font> <font size="2">Sachsen solche Investitionen überhaupt nicht</font> <font size="2">stemmen. Das Licht hätten wir längst ausgemacht.“</font> <font size="2">Der Wirt lobt die Kompetenz, mit der</font> <font size="2">der „Blaue Engel” von den Mitarbeiterinnen vor</font> <font size="2">Ort betreut wird, „hochverständnisvoll, partnerschaftlich,</font> <font size="2">ehrlich ist die Zusammenarbeit. Sie</font> <font size="2">kümmern sich.“</font>
<font size="2"><br> Die Ungers sind bodenständig. „Wir leben ein</font> <font size="2">Mehrgenerationenmodell“, sagt Tilo Unger,</font> <font size="2">eine Familie eben. Die 25 Mitarbeiter kommen</font> <font size="2">aus Aue und der Region. Zumeist junge</font> <font size="2">Frauen, zwischen 26 und 32. „Wir haben in</font> <font size="2">den letzten Jahren schon neun kleine Kinder</font> <font size="2">bekommen“, schmunzelt der Chef des Familienunternehmens.</font> <font size="2">Sechs junge Leute wird der</font> <font size="2">„Blaue Engel” in diesem Jahr zu Köchen und</font> <font size="2">Restaurantfachfrauen ausbilden. Der Jugend</font> <font size="2">eine Chance! Auch bei Ungers soll bald die</font> <font size="2">nächste Generation die Weichen stellen. Die</font> <font size="2">Söhne Benjamin und Claudius wachsen gerade</font> <font size="2">in den Betrieb hinein. Spitzenkoch ist der Ältere. </font><font size="2">Benjamin Unger ist seit zwei Jahren in der</font> <font size="2">Geschäftsführung des Hauses. Der 22-jährige</font> <font size="2">Claudius soll 2015 in die Geschäftsführung</font> <font size="2">einsteigen. Er schickt sich gerade an, ein Sommelier</font> <font size="2">zu werden. „Sie wollen zeigen, dass sie</font> <font size="2">es können.“ Tilo Unger ist davon überzeugt.</font> <font size="2">„Glück auf!” wünschte man sich seit jeher im</font> <font size="2">Erzgebirge, hoffend, dass sich neue Erzgänge</font> <font size="2">auftun. Tilo Unger, seine Frau Ute, die</font> <font size="2">Söhne Benjamin und Claudius sind auf einer</font> <font size="2">guten Strecke.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: SAB Förderbericht 2011</font>