Musikfest Erzgebirge: Das begehbare Programmheft ab 7. Juni in Marienberg

Was haben die Thomaner aus Leipzig mit dem Erzgebirge zu tun? Welche Bücher standen bei Johann Sebastian Bach im Regal? Wie sieht eine Silbermann-Orgel im Inneren aus? Was hat ein dreifacher Mörder in Schneeberg zu tun? Und welche Rolle spielt ein Schildkrötenpanzer für ein Konzert in Grünhain?

Worauf man bei keinem Konzertbesuch eine Antwort erfährt – in dem "Begehbaren Programmheft" bekommt man sie. Und wo man sonst nur Einführungstexte zu lesen bekommt, bietet "Das begehbare Programmheft" mehr: wertvolle Ausstellungsstücke, Hintergründiges, Kurioses und Persönliches von herausragenden Künstlern und berühmten Musikern. Das begehbare Programmheft, eine Ausstellung auf dem Weg zum neuen Musikfest Erzgebirge.
 
Das Musikfest Erzgebirge feiert vom 3. bis 12. September Premiere. Und es geht dabei im Vorfeld neue Wege der Präsentation und Vermittlung von Musik. Ab dem 7. Juni wird das Programm des neuen Festivals auf überraschende Weise greifbar gemacht. Kann man ein Festivalprogramm in einem Ausstellungsraum abbilden? Die Antwort lautet: Ja! Und die Idee dazu heißt: Das begehbare Programmheft. Im Museum Bergmagazin Marienberg werden hochwertige Ausstellungsstücke, den musikalischen Appetit anregende Audio- und Videobeispiele sowie Bilder und Texte das neue Festival in eine Ausstellung übersetzen. Wie man in einem Heft blättert, kann man von Konzert zu Konzert, von Objekt zu Objekt gehen und Hintergrundgeschichten lesen, Informationen zu den Künstlern und Werken erhalten und zahlreiche Ausstellungsstücke bewundern.

Zu diesen gehören Gemälde von Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Johann Hermann Schein, Originale aus Bachs Theologischer Bibliothek und weitere Objekte aus dem zeitlichen Umfeld der erklingenden Werke. Durchaus kurios mutet eine Thomaner- Puppe an, die um 1980 gefertigt wurde. Die Kantorei Lößnitz mit ihrer knapp 400-jährigen Geschichte hat ihren Notenschrank geöffnet. Dabei traten erstaunlichen Funde zu Tage. Erstaunlich sind auch die Auseinandersetzungen mit Gesualdo und Schein des Dresdner Künstlers Till Ansgar Baumhauer. Und schließlich gilt es eine Doppelbegabung zu würdigen: Adrian Rovatkay, herausragender Fagottist und musikalischer Kopf des Ensembles Chelycus, studierte seinerzeit Kunst. Er stellt exklusiv einige Werke zur Verfügung.