Neuerliches Berggeschrei begeistert Montangeschichtler

Der Verein Sachsenbund hat seine 22. Montanwissenschaftliche Tagung in der Bergstadt Marienberg abgehalten.
<font size="2">VON JAN GÖRNER</font>
<font size="2">MARIENBERG - Neuerliches Berggeschrei im Erzgebirge drückte der Zusammenkunft in Marienberg ihren</font> <font size="2">Stempel auf. Bernd Leißring vom Organisationsteam betonte, dass sich gerade ältere Bergmänner</font> <font size="2">besonders darüber freuen, wenn der Bergbau wieder aktiv wird. Der Erzabbau in Niederschlag ist dafür nur</font> <font size="2">ein Beispiel. Dass das Oberbergamt in Freiberg Erkundungen zwischen Großrückerswalde und Wolkenstein</font> <font size="2">sowie in Schneeberg genehmigt hat, war für einige der insgesamt knapp 150 Tagungsteilnehmer aus ganz</font> <font size="2">Sachsen und weiteren Bundesländern neu.</font>
<font size="2"><br> Wolfgang Grimmer aus Oelsnitz hat viele Jahre im Bergbau gearbeitet. Nun würde sich der 77-Jährige über</font> <font size="2">eine Renaissance des Bergbaus im Erzgebirge freuen. Die Tagung in Marienberg war für ihn nicht die erste.</font> <font size="2">"Man erfährt viel Neues und trifft sich mit Gleichgesinnten, deshalb besuche ich die Veranstaltungen sehr</font> <font size="2">gern", sagte er. Interessant fand er auch die Ausführungen zur Geothermie. "Gerade jetzt und angesichts</font> <font size="2">der Geschehnisse in den japanischen Kernkraftwerken könnte die energetische Nachnutzung des</font> <font size="2">Altbergbaus mehr als interessant werden", so Bernd Leißring. Er gab zu verstehen, dass derzeit beim</font> <font size="2">Oberbergamt eine Vielzahl von Anträgen auf geothermische Energiegewinnung vorliegt.</font>
<font size="2"><br> Nicht zuletzt dienen die montangeschichtlichen Tagungen immer wieder zur Präsentation eines bestimmten</font> <font size="2">Bergbaureviers, dieses Mal rund um die Berg- und Garnisonsstadt Marienberg. Nach den Vorträgen im</font> <font size="2">Ratssaal des Rathauses zog es viele der Teilnehmer nach Lauta zum Pferdegöpel und Rudolphschacht. Dort</font> <font size="2">empfing sie Wolfgang Fritzsche und zeigte ihnen zuerst den Heimatberg. Staunende Blicke erntete er auch</font> <font size="2">in der Schmiede und danach im Pferdegöpel, den mancher zum ersten Mal in Funktion erlebte. Uwe Müller</font> <font size="2">aus Thüringen kannte die Museumsanlage bereits von einem früheren Besuch. Er begab sich nach den</font> <font size="2">Vorträgen am Abrahmschacht auf die Suche nach Mineralien.<br> <br> </font><font size="2"><br> Quelle: Freie Presse, Ausgabe Marienberger Zeitung, 21.03.2011</font>