Spielwarenmesse ist voller Erfolg gewesen

In dieser Woche ist in Nürnberg die 62. Spielwarenmesse International Toy Fair zu Ende gegangen. Aussteller aus dem Erzgebirge ziehen ein positives Resümee.
<font size="2">VON DENISE MÄRKISCH</font>
<font size="2">MARIENBERG/GRÜNHAINICHEN - "Es war eine der besten Messen, die wir je hatten",</font> <font size="2">erklärt Günter Hess, Geschäftsführer der Firma Hess Holzspielzeug aus Olbernhau, nach</font> <font size="2">der Rückkehr. Sechs stressige Tage liegen hinter ihm. "Wir haben in dieser Zeit 200</font> <font size="2">konkrete Gespräche geführt, da hatten wir kräftig zu tun", sagt der Firmengründer. Aus</font> <font size="2">seiner Sicht herrschte eine Art Aufbruchsstimmung unter Messebesuchern.</font>
<font size="2"><br> Laut Veranstalter kamen 79.000 Besucher nach Nürnberg. Über 2000 mehr als Vorjahr.</font> <font size="2">Der Anteil internationaler Fachbesucher stieg im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf</font> <font size="2">54 Prozent an. Internationale Aussteller machten gar 69 Prozent der Gesamtzahl aus.</font>
<font size="2"><br> "Wir haben Standbesucher aus knapp 40 Ländern gehabt. So viel Internationalität gab es</font> <font size="2">selten", bestätigt auch Günter Hess diese Zahlen.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">"Es war eine der besten Messen, die wir je hatten."</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Günter Hess Geschäftsführer</font>
<font size="2"><br> Über 100 direkte Aufträge habe man während der Messe erhalten. "Vor allem zu</font> <font size="2">Südamerika gab es zahlreiche Kontakte", so der Holzspielzeugmacher weiter. Aber auch</font> <font size="2">die Gespräche mit Japanern seien sehr intensiv gewesen. Wie viel Aufträge in den</font> <font size="2">nächsten Wochen und Monaten noch eintreffen, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht</font> <font size="2">beziffert werden. Aber mit der bereits vor Ort abgeschlossenen Order ist der</font> <font size="2">Geschäftsführer "sehr beruhigt nach Hause gefahren". Insgesamt rechne er mit 25 Prozent</font> <font size="2">mehr Bestellungen als im Vorjahr.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Mit gutem Gefühl zurück</font>
<font size="2"><br> Auch die Firma Auhagen kehrte in dieser Woche mit einem guten Gefühl in den</font> <font size="2">heimatlichen Hüttengrund in Marienberg zurück. "Wir konnten acht neue Auslandskunden</font> <font size="2">mit Direktaufträgen gewinnen", fasst Michael Hofmann, Geschäftsführer, zusammen. Die</font> <font size="2">Artikel der Firma seien von den Kunden sehr gut aufgenommen wurden. Vor allem das</font> <font size="2">Baukastensystem für den Modellbau sei von vielen Messebesuchern gelobt wurden.</font>
<font size="2"><br> Potenzielle Neukunden aus Israel, Holland, Indien, Schweden, Dänemark oder Amerika</font> <font size="2">hätten schon vorab Sondierungsgespräche gesucht. Europa ist und bleibe aber der</font> <font size="2">Hauptmarkt. Wie erfolgreich die Messe genau gelaufen ist, könne erst zu einem späteren</font> <font size="2">Zeitpunkt eingeschätzt werden. "Vor Ort bleibt nur wenig Zeit, da landet erst einmal alles</font> <font size="2">in einem Ordner", erklärt Hofmann.</font>
<font size="2"><br> Mit einem "optisch auffälligen Stand" zog die Grünhainichener Firma Erzi</font> <font size="2">Qualitätsprodukte aus Holz in das Rennen um neue Aufträge, wie Daniel Schönberg </font><font size="2">berichtet. "Der Kaufladen ist unser stärkstes Produkt und damit richteten wir auch die</font> <font size="2">Aufmerksamkeit der Besucher auf uns", so der Assistent der Geschäftsführung weiter.</font> <font size="2">Über 40 Neuheiten präsentierte das Unternehmen dem internationalen Publikum, die auch</font> <font size="2">sehr interessiert aufgenommen worden seien. "Die Auftragslage nach der Messe wird sich</font> <font size="2">nach ersten Einschätzungen im Bereich des Vorjahres bewegen", so Schönberg. In seinen</font> <font size="2">Augen handelt es sich bei der International Toy Fair eher um eine Informationsmesse.</font> <font size="2">"Die Bestellungen laufen später ein", erklärt er.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Viele Südeuropäer am Stand</font>
<font size="2"><br> Dass viele Aufträge erst nach der Spielwarenmesse kommen, davon ist auch Jürgen Ebert</font> <font size="2">von Erzgebirgische Holzwaren Ebert in Olbernhau überzeugt. "Wir hatten zehn Prozent</font> <font size="2">mehr Kontakte als 2010", sagt der Geschäftsführer zufrieden. In den Länderstrukturen</font> <font size="2">habe sich einiges verändert. So seien viele Südeuropäer und weniger US-Amerikaner am</font> <font size="2">Stand der Olbernhauer gewesen. Neu sei das große Interesse der Länder aus dem</font> <font size="2">pazifischen Raum gewesen. Als Kundenmagnet erwiesen sich die Rechendominos der</font> <font size="2">Firma. "In diesem Jahr haben wir zwei neue Modelle vorgestellt, die kamen sehr gut an",</font> <font size="2">erklärt Ebert.</font>
<font size="2"><br> Enttäuscht über den Verlauf und die Ergebnisse der Messe äußert sich Wolfgang Lorenz.</font> <font size="2">"Zufrieden sind wir nicht", erklärt der stellvertretende Geschäftsführer der Dregeno Seiffen</font> <font size="2">eG. Der Trend gehe weg von der Ordermesse: "Es geht mehr um das Kennenlernen als</font> <font size="2">um Bestellungen." Zwar seien Aufträge eingelaufen, aber diese fielen viel kleiner aus als</font> <font size="2">im Vergleich zum Vorjahr. Die Internationalität und der Besucherandrang der Messe</font> <font size="2">wurden aber gelobt. "Die Gänge waren immer voll", so Lorenz.<br> </font>
 
 
<font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 12.02.2011</font>