Zwönitzer investieren fünf Millionen Euro

Im Herbst soll bei Galvanotechnik Baum eine neue Zink-Nickel-Anlage in Betrieb gehen. Damit reagiert der Oberflächenveredler auf die große Nachfrage.
<font size="2">VON FRANZISKA MUTH</font>
<font size="2">ZWÖNITZ </font><font size="2">- Sie soll 100 Meter lang werden und pro Tag mehr als 70 Tonnen kleiner Metallteile beschichten können - die neue Anlage</font> <font size="2">der Galvanotechnik Baum GmbH in Zwönitz. Fünf Millionen Euro investiert der Oberflächenveredler in den Automaten. Die Verträge zum</font> <font size="2">Aufbau der Anlage seien unterschrieben, im Herbst soll sie betriebsbereit sein, sagt Pressesprecher Thomas Lesch.</font>
<font size="2"><br> Die Anlage macht die Beschichtung von Metallteilen mit Zink-Nickel möglich. Das Verfahren sei in der Automobilindustrie -</font> <font size="2">Galvanotechnik arbeitet zum Großteil für diese Branche - derzeit sehr gefragt. "Die Beschichtung ist sehr hochwertig und langlebig,</font> <font size="2">schützt also viele Jahre vor Korrosion", erläutert Thomas Lesch.</font>
<font size="2"><br> Eine ähnliche Zink-Zinklegierung-Anlage hatte das Unternehmen bereits 2009 in Zwönitz in Betrieb genommen. In den Automaten und</font> <font size="2">eine neue Logistikhalle flossen damals rund sechs Millionen Euro.</font>
<font size="2"><br> Auch bei der diesjährigen Anschaffung wird es sich erneut um einen Trommelautomaten handeln. In den Trommeln kann Schüttgut</font> <font size="2">galvanisch beschichtet werden, also zum Beispiel sehr kleine Teile wie Schrauben und Muttern. Das macht den Unterschied zu den</font> <font size="2">Gestellanlagen in der Firma aus, bei denen jedes einzelne Teil einzeln von Hand aufgehängt und nach der Galvanisierung wieder</font> <font size="2">abgenommen werden muss. Aufgestellt wird der neue Automat in einer bestehenden Produktionshalle.</font><font size="2"><br> <br> Für die Investition haben sich die Galvanotechniker wegen des "enormen Auftragseingangs" entschieden, der bereits mehr als ein Jahr</font> <font size="2">anhalte. Zu den Endkunden zählen zum Beispiel Mercedes, Volkswagen und BMW, auch Lieferverträge für mit der neuen Anlage</font> <font size="2">veredelte Teile seien bereits abgeschlossen.</font>
<font size="2"><br> Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen am Standort Zwönitz einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. "In diesem Jahr</font> <font size="2">erwarten wir ein Plus von 20 bis 30 Prozent", sagt Nicolai A. J. Baum, geschäftsführender Gesellschafter. Am Hauptsitz des</font> <font size="2">Unternehmens in der Bergstadt sind derzeit einschließlich 30 Auszubildenden rund 250 Mitarbeiter beschäftigt.</font>
<font size="2"><br> Zum Qualitäts- und Firmenverbund Galvanotechnik Baum gehören außerdem die Standorte Unterheinsdorf (Vogtland), St. Georgen</font> <font size="2">(Schwarzwald) und Roznava (Slowakei). Insgesamt zählt der Verbund 400 Beschäftigte. Zwei Millionen Euro werden in Unterheinsdorf</font> <font size="2">derzeit in den Bau eines 3000 Quadratmeter großen Logistikzentrums investiert, das im Frühjahr fertig sein soll. Thomas Lesch: "An</font> <font size="2">den sächsischen Standorten wollen wir dieses Jahr bis zu 50 neue Mitarbeiter einstellen." Ständig sei das Unternehmen auf der Suche</font> <font size="2">nach Fachkräften und Produktionshelfern. "Der Auftragseingang ist so groß, dass sogar an vier Anlagen zur rollenden Woche</font> <font size="2">übergegangen werden musste", berichtet Nicolai A. J. Baum.</font>
<font size="2"><br> Es werde immer schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden, vor allem für den Beruf des Oberflächenbeschichters. Sechs bis acht</font> <font size="2">Lehrlinge in diesem Bereich sollen im September dazukommen.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Stollberger Zeitung, 17.02.2012</font>