Zwönitztalhalle wird nach Schaumstoffhersteller benannt

Die Mehrzweckstätte in Burkhardtsdorf wird zur "Eurofoam-Arena". Im Gegenzug fließt Geld an die Gemeinde.
<font size="2">VON FRANZISKA MUTH</font>
<font size="2">BURKHARDTSDORF </font><font size="2">- Gut siebeneinhalb Jahre lang war Burkhardtsdorfs zentrale Sport- und</font> <font size="2">Mehrzweckstätte unter dem Namen "Zwönitztalhalle" bekannt. Künftig wird das Objekt "Eurofoam-Arena"</font> <font size="2">heißen - nach dem Schaumstoffhersteller im Ort. Die Umbenennung hat der Gemeinderat einstimmig</font> <font size="2">beschlossen.</font>
<font size="2"><br> "Das ist ein schönes Bekenntnis zu diesem Unternehmen und stellvertretend zu allen Mittelständlern im</font> <font size="2">Ort", sagt Burkhardtsdorfs Bürgermeister Thomas Probst (CDU). Die Umbenennung sieht er nicht als</font> <font size="2">kritisch: "Wir reden ja nicht davon, dass wir die Obere Hauptstraße umbenennen." Man habe aber die</font> <font size="2">Anregung aus dem Gemeinderat aufgenommen, dass die Halle vorerst nur für die nächsten fünf Jahre ihren</font> <font size="2">neuen Namen trägt. Dann will man wieder zum Thema sprechen.</font>
<font size="2"><br> Den Namen lässt sich das Unternehmen etwas kosten: Bis 2016 unterstützt Eurofoam das Umwelteffizienz-</font><font size="2">Projekt "Burkhardtsdorf 2050" mit jährlich 10.000 Euro. Mit dem Projekt will die Kommune deutlich Energie</font> <font size="2">einsparen. Dazu zählt etwa die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik. Bis 2050 soll</font> <font size="2">mindestens die Hälfte der Energie aus erneuerbaren Ressourcen kommen. Kommunale Gebäude werden</font> <font size="2">bereits mit Wärme aus Biogas versorgt.</font>
<font size="2"><br> Eurofoam betreibt in Burkhardtsdorf eine Schäumerei und ein Verarbeitungswerk und hat rund 200</font> <font size="2">Beschäftigte. Aus den hergestellten Schaumstoffen werden beispielsweise Matratzenkerne, Polster für</font> <font size="2">Stühle und Sofas sowie Verpackungsbestandteile gefertigt. Das Unternehmen beliefert weiterverarbeitende</font> <font size="2">Firmen größtenteils in Deutschland. Als größter Arbeitgeber in der Gemeinde sehe man sich verpflichtet, zur</font> <font size="2">Zukunft des Ortes beizutragen. Deshalb beteilige man sich an dem Projekt, teilte gestern Eurofoam mit.</font> <font size="2">Zugleich verspricht sich das Unternehmen mehr Öffentlichkeitswirkung in der Region.</font>
<font size="2"><br> "Wir haben auch dafür gestimmt, weil die Firma unseren Ort nach außen präsentiert. Und es entsteht kein</font> <font size="2">Schaden", sagt Gemeinderat Klaus Kischkewitz, Fraktionsvorsitzender der Allgemeinen Liste "Neues</font> <font size="2">Burkhardtsdorf". Er sei überzeugt, dass die Zwönitztalhalle "immer ein Begriff" sein wird und die</font> <font size="2">Burkhardtsdorfer auch zukünftig ihre Halle so nennen. Für Auswärtige sei der neue Name aber eventuell</font> <font size="2">sogar ein Vorteil: "Zwönitztalhalle" klinge nach der Stadt Zwönitz. In der Vergangenheit sei es daher bereits</font> <font size="2">zu Verwirrung gekommen.</font>
<font size="2"><br> Am 21. Januar soll an der Halle, links neben dem Eingang, ein rund sechs mal ein Meter großer Namens-</font><font size="2">Schriftzug enthüllt werden. Sechs bestehende Wegweiser müssen ausgetauscht werden, neun werden neu</font> <font size="2">gesetzt, teilte Servicebetriebsleiter Jörg Spiller mit.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Stollberger Zeitung, 15.12.2011</font>