Erzgebirge wird Teil der neuen KI-Allianz in Südwestsachsen

Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH ist Teil der neuen „Alliance for Applied AI & Innovation“. Mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent beteiligt sie sich an einem Netzwerk, das Künstliche Intelligenz stärker in die Praxis bringen will. Damit ist das Erzgebirge bei einer Initiative vertreten, die Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Verwaltung in Südwestsachsen enger verbinden soll. Die Allianz startete am 14. April 2026 am Hauptsitz der GK Software SE in Schöneck. Ein Schwerpunkt liegt auf konkreten KI-Lösungen für Unternehmen und Verwaltungen. Auch das Gesundheitswesen und die Mobilität spielen eine Rolle.

Erzgebirge bringt seine Wirtschaft ein

Für den Wirtschaftsstandort Erzgebirge kann die Mitarbeit neue Chancen schaffen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sollen von Wissen, gemeinsamen Projekten und neuen Lösungen profitieren. Die Region ist stark durch mittelständische Firmen sowie den Maschinenbau und die Zulieferindustrie geprägt. Die Allianz will vorhandenes Wissen aus Firmen, Hochschulen und Netzwerken zusammenführen. Künstliche Intelligenz soll dabei gezielt für Abläufe in Betrieben und Verwaltungen eingesetzt werden. Zugleich stehen Datenwissen sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Fokus. Michael Scheibner, Chairman und CEO der GK Software SE sowie Vorstand des Netzwerks Südwestsachsen Digital, setzt auf den engen Austausch: „Was bisher oft nebeneinander stand, bringen wir jetzt systematisch zusammen.“ Die Allianz wolle KI konkret in die Praxis bringen und damit einen messbaren Nutzen schaffen.

Nachwuchs für KI-Berufe ausbilden

Ein wichtiger Teil der Pläne betrifft junge Fachkräfte. An der Dualen Hochschule Sachsen in Plauen soll ein international ausgerichteter dualer Studiengang für angewandte Künstliche Intelligenz entstehen. Die Wirtschaft soll an der Gestaltung des Angebots beteiligt werden. Damit verbindet die Initiative technische Entwicklung mit Ausbildung und praktischer Arbeit in Unternehmen. Für Betriebe aus dem Erzgebirge bietet die Mitarbeit im Netzwerk die Chance, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu Partnern aus Forschung und Wirtschaft aufzubauen. Scheibner sieht gute Voraussetzungen für diese Zusammenarbeit: „Südwestsachsen verfügt über exzellente Voraussetzungen: leistungsfähige mittelständische Unternehmen, engagierte Hochschulen und tiefes technologisches Know-how.“

Netzwerk soll weiter wachsen

Die „Alliance for Applied AI & Innovation“ ist offen für weitere Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Verwaltung. So soll ein starkes Netzwerk für angewandte Künstliche Intelligenz in Südwestsachsen entstehen. Mit der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH ist dabei auch das Erzgebirge vertreten. Die Region bringt einen Wirtschaftsstandort mit vielen mittelständischen Betrieben und technischem Wissen in die Zusammenarbeit ein. Neue KI-Projekte können so näher an die Firmen und Einrichtungen im Erzgebirge rücken.