Airbag-Hersteller lehrt mehr als heiße Luft

Die Firma Takata-Petri in Elterlein bildet seit 1998 Jugendliche aus. Und zwar vorbildlich, urteilte jetzt die Industrie- und Handelskammer.
<font size="2">VON HANNAH METZGER</font>
<font size="2">ELTERLEIN </font><font size="2">- Gemeinsam in das neue Ausbildungsjahr zu starten hat bei Takata-Petri in</font> <font size="2">Elterlein Tradition. Zum 14. Mal kamen gestern neue und "alte" Azubis, Ausbilder und</font> <font size="2">Geschäftsleitung zu diesem Anlass zusammen. Doch eine Sache war anders: Vertreter der</font> <font size="2">Industrie- und Handelskammer Chemnitz (IHK) waren gekommen, um dem Airbag-</font><font size="2">Produzenten eine Urkunde mit dem Prädikat "Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" zu</font> <font size="2">übergeben.</font>
<font size="2"><br> "Die Ausbildung hier beinhaltet nicht nur das ,Rahmenprogramm'. Wir sind stolz, einen</font> <font size="2">solchen Betrieb in der Region zu haben", erklärte Almut Beck, bei der IHK für das</font> <font size="2">Erzgebirge zuständig. Die Auszeichnung werde jährlich unter strengen Kriterien an sechs</font> <font size="2">bis acht Firmen verliehen. "Und in Elterlein findet sich da wirklich eine Schmiede für die</font> <font size="2">Zukunft", lobte Beck weiter. Ausgebildet wird in den Berufen Mechatroniker,</font> <font size="2">Industriemechaniker, Fertigungsmechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik,</font> <font size="2">Verfahrensmechaniker, Bürokauffrau und Industriekauffrau. Neben der "normalen"</font> <font size="2">Lehrzeit nehmen die Azubis dabei auch an Projekten wie dem Planspiel "Jugend gründet"</font> <font size="2">teil, pflegen eine Kooperation mit der Mittelschule Elterlein und organisieren die</font> <font size="2">Firmenstände auf verschiedenen Ausbildungsmessen. Solche Extras hätten den Ausschlag</font> <font size="2">für die Ehrung gegeben, betonte die IHK-Vertreterin.</font>
<font size="2"><br> "Von den 58 Auszubildenden, die in den vergangenen Jahren hier gelernt haben, ist keiner</font> <font size="2">je durchgefallen", sagte Evelyn Kohlmüller, Personalverantwortliche am Elterleiner</font> <font size="2">Standort von Takata-Petri, stolz. Die meisten seien weiterhin im Unternehmen - auch an</font> <font size="2">den Standorten in Freiberg oder Aschaffenburg - beschäftigt. Allerdings werde es</font> <font size="2">zunehmend schwieriger, qualifizierte Bewerber zu finden.</font>
<font size="2"><br> "Dabei ist Ausbildung ein ganz wichtiges Element", betonte der Elterleiner Werksleiter</font> <font size="2">Kersten Bachmann. Nicht nur für die Jugendlichen sei es die Chance auf gute</font> <font size="2">Arbeitsplätze. "Auch für uns ist es ein Gewinn: Sie sind unser Wettbewerbsvorteil", sagte</font> <font size="2">er an die neuen Azubis gerichtet. Sich Produkte von der Stange kaufen könne schließlich</font> <font size="2">weltweit jeder - deshalb sei es für Takata-Petri so wichtig, eigene Leute mit</font> <font size="2">entsprechenden Ideen zu haben.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Freie Presse, 23.08.2011</font>