Als Rasieren noch ein Ritual war ...

Die Firma Mühle in Hundshübel stellt nicht nur Rasier-Utensilien her. Sie besitzt auch ein Museum zum Männer-Kult.
<font size="2">VON MARIO ULBRICH</font>
<font size="2">HUNDSHÜBEL </font><font size="2">- Andreas und Christian Müller mögen es scharf und schaumig. Rasieren ist für die beiden Geschäftsführer der Firma</font> <font size="2">Mühle kein notwendiges Übel, sondern ein Ritual, das man(n) mit einer guten Klinge und frisch geschlagenem Schaum vollziehen sollte.</font> <font size="2">Daher bietet der traditionelle Rasierpinselhersteller mittlerweile ein komplettes Sortiment gehobener Utensilien für die Nassrasur an.</font> <font size="2">Was kaum jemand weiß: Im firmeneigenen Museum sind rund 2000 Exponate aus der Historie der Rasur zu sehen.</font>
<font size="2"><br> "Rasieren ist ein Stück Kulturgeschichte", sagt Andreas Müller. "Das wollen wir zeigen. Gleichzeitig geht es aber auch um</font> <font size="2">Industriegeschichte. Es ist verblüffend, wie viele Apparate und Geräte konstruiert worden sind, um den Bedürfnissen der Kundschaft</font> <font size="2">gerecht zu werden."</font>
<font size="2"><br> Bereits Hans-Joachim Müller, der Vater der heutigen Mühle-Chefs, hatte begonnen, die Ausstellung zusammenzutragen. Als er von</font> <font size="2">einem 80-jährigen Barbier die Einrichtung eines Frisörladens aus den 1930er-Jahren bekam, war das der Grundstock für das Museum.</font> <font size="2">"Beim Stöbern stoße ich hier immer wieder auf Sachen, die ich selbst noch nicht kenne", erzählt Andreas Müller.</font>
<font size="2"><br> Das <strong>Museum </strong>befindet sich auf dem Gelände der Firma Mühle in Hundshübel, Hauptstraße 18. Der Eintritt ist kostenfrei, es empfiehlt</font> <font size="2">sich aber eine <strong>telefonische Voranmeldung</strong>: 037462 65 20.<br> <br> </font><font size="2"><br> Quelle: Freie Presse, Ausgabe Schwarzenberger Zeitung, 03.11.2011</font>