Bauantrag für ein nobles Hotel in Warmbad gestellt

Seit 2009 war immer mal wieder die Rede davon, nun ist es offenbar spruchreif: Der Kurort soll eine Vier-Sterne-Herberge erhalten.
<font size="2">VON GUDRUN MÜLLER</font>
<font size="2">WOLKENSTEIN </font><font size="2">- Die Modama Hotelgesellschaft i. G. hat einen Bauantrag für die</font> <font size="2">Errichtung eines Vier-Sterne-Resorthotels auf der Gemarkung Warmbad gestellt. Diesen</font> <font size="2">Sachverhalt, der aus einem Beschlussentwurf des Stadtrates hervorgeht, bestätigte</font> <font size="2">gestern der Wolkensteiner Bürgermeister Guntram Petzold (parteilos). Seit 2009 ist</font> <font size="2">bereits ein dringend benötigter Hotelneubau für den Kurort Warmbad immer wieder im</font> <font size="2">Gespräch gewesen. Auf einer Wiesenfläche oberhalb des bereits bestehenden Hotels</font> <font size="2">"Brunnenfee" und direkt an der Silbertherme soll dieses Haus der gehobenen Klasse</font> <font size="2">entstehen, so Petzold. Über einen "Bademantelgang" bekomme es eine Anbindung zur</font> <font size="2">Silbertherme, dem wärmsten und ältesten Thermalbad in Sachsen.</font>
<font size="2"><br> Hinter Modama steht Stefan Kiefer. Er ist Geschäftsführer und Eigentümer des Hotels</font> <font size="2">Ramada Bad Brambach Resort - gleichfalls ein luxuriöses Haus mit Vier-Sterne-</font><font size="2">Klassifizierung, das über eine Bade- und Saunalandschaft verfügt. Er bestätigte, dass er</font> <font size="2">im Kurort Warmbad knapp 15 Millionen Euro investieren möchte. Fördermittel in Höhe von</font> <font size="2">sechs Millionen Euro stünden nach guten Vorgesprächen in Aussicht, seien aber noch nicht</font> <font size="2">bewilligt, sagte Stefan Kiefer gestern.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">"Das ist ein Lichtblick für die Entwicklung des Kurortes."</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Guntram Petzold Bürgermeister</font>
<font size="2"><br> Er plane in Warmbad ein Medical-Wellness-Hotel mit 150 Zimmern und Suiten. Gerechnet</font> <font size="2">werde mit 50.000 bis 70.000 Übernachtungen im Jahr. "Warmbad ist ein sehr</font> <font size="2">geschichtsträchtiger Kurort. Außerdem macht die Betreibergesellschaft dort einen</font> <font size="2">ordentlichen Job, und die Silbertherme kann ja auch noch ein paar Gäste mehr vertragen",</font> <font size="2">begründete Investor Kiefer die Wahl des Hotelstandortes. Gerade für einen medizinischen</font> <font size="2">Erholungsurlaub sei Warmbad mit seiner Ruhe und vielen Wandermöglichkeiten gut</font> <font size="2">geeignet.</font>
<font size="2"><br> Es habe ihn schon sehr positiv überrascht, wie sich der Kurort Warmbad, den er noch aus</font> <font size="2">den Zeiten kurz nach der Wende kannte, entwickelt habe. Baubeginn für das Vier-Sterne-</font><font size="2">Hotel in Warmbad soll aus heutiger Sicht im kommenden Jahr sein, mit der Fertigstellung</font> <font size="2">werde schon 2013 gerechnet.</font>
<font size="2"><br> Die Stadtverwaltung wolle alles dafür tun, um dieses Vorhaben optimal zu unterstützen,</font> <font size="2">versicherte Petzold: "Denn das ist wirklich ein Lichtblick für die Entwicklung des Kurortes."</font> <font size="2">Schon allein mit der Kurtaxe der Hotelgäste könnte die Kurgesellschaft in Warmbad mehr</font> <font size="2">Einnahmen verzeichnen. Das würde zu einer Entspannung der wirtschaftlichen Situation</font> <font size="2">führen. Bekanntlich hatte der Landkreis angekündigt, seine Zuschüsse für Warmbad</font> <font size="2">zurückzufahren. Zudem erwartet Bürgermeister Petzold von der Investition eine Art</font> <font size="2">Initialzündung für die weitere Entwicklung von Warmbad.</font>
<font size="2"><br> Als eine mögliche Folgeinvestition könnte sich vielleicht auch für das noch immer leer</font> <font size="2">stehende Pawlowhaus - eine in den 50er-Jahren errichtete Kurklinik der Wismut - eine</font> <font size="2">neue Chance ergeben, hofft Petzold. Der Stadtchef von Wolkenstein verwies aber zugleich</font> <font size="2">auch darauf, dass mit dieser nunmehr in Aussicht stehenden Hotelinvestition</font> <font size="2">perspektivisch wohl eine Erweiterung der Silbertherme ins Auge gefasst werden müsste.</font> <font size="2">Auf der Tagesordnung stünde dann zudem die Ausgestaltung der Infrastruktur.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 15.11.2011</font>