Bewerbungsphase für sächsischen Meilenstein gestartet

Die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) sucht wieder nach Nachfolgerinnen und Nachfolgern, die den Generationenwechsel erfolgreich gemeistert haben. Seit dem heutigen Tag können sich kleine und mittelständische Unternehmen für den Sächsischen Meilenstein bewerben. Der Bewerbungsauftakt ist in die landesweiten Aktionstage Unternehmensnachfolge eingebettet, die ebenfalls heute starten. Die Schirmherrschaft über den Nachfolgewettbewerb hat auch in diesem Jahr Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, inne.

Der Sächsische Meilenstein steht wieder in den Kategorien familieninterne, unternehmensinterne und unternehmensexterne Nachfolge zur Vergabe. Darüber hinaus verleiht die Jury einen Sonderpreis. In Summe gibt es Preisgelder in Höhe von 17.000 Euro zu gewinnen. Am Wettbewerb teilnehmen können alle sächsischen Unternehmen, die in den vergangenen vier Jahren erfolgreich übergeben wurden. Ausschlaggebend ist, dass die Geschäftsführung sowie mindestens 50 Prozent der Unternehmensanteile an die neuen Inhaber bzw. die neuen Inhaberinnen übergegangen sind.

Seit 2011 prämiert die BBS zusammen mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen gelungene Unternehmensnachfolgen. Die diesjährige Bewerbungsphase läuft bis 21. August 2026. Der Bewerbungsbogen ist online über www.saechsischer-meilenstein.de abrufbar. Erstmalig können auch Mitarbeitende und Außenstehende preiswürdige Unternehmen als Kandidaten vorschlagen.

Die Auszeichnung lenkt das Augenmerk auf eines der drängendsten Themen der sächsischen Wirtschaft: Nach aktuellen Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn stehen im Freistaat Sachsen zwischen 2026 und 2030 insgesamt 7.400 Unternehmen zur Übergabe.

Mit dem Sächsischen Meilenstein will die BBS beispielgebende Nachfolgen honorieren und die nächste Generation von Unternehmen und Unternehmerinnen inspirieren. Die Öffentlichkeitsarbeit zum Wettbewerb macht Erfolgsbeispiele sichtbar. Bei begleitenden Netzwerk-Events erhalten Bewerberinnen und Bewerber sowie Übernahmeinteressierte zudem die Möglichkeit, neue Geschäftskontakte in die Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu knüpfen.

Aus allen eingehenden Bewerbungen werden in einem ersten Schritt die Nominierten ausgewählt. Die BBS wird die Nominierten im Herbst 2026 bei Netzwerk-Events in Leipzig, Chemnitz und Dresden bekanntgeben. Anschließend bestimmt eine unabhängige Fachjury die Gewinnerunternehmen. Die feierliche Preisverleihung findet am 3. November 2026 traditionell auf Schloss Albrechtsberg in Dresden, in Anwesenheit des Sächsischen Wirtschaftsministers Dirk Panter, statt.

Über die BBS

Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) ist ein öffentlich gefördertes Spezialkreditinstitut. Aufgabe der BBS ist es, als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft gemeinsam mit den Hausbanken die Finanzierung erfolgversprechender Vorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der Freien Berufe in Sachsen mit Bürgschaften zu sichern. Die BBS wurde 1990 gegründet und ist Mitglied im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. Die BBS übernimmt Bürgschaften bis zu 80 Prozent des jeweiligen Kreditbetrages und bis zu einem Bürgschaftsbetrag von 2,5 Mio. Euro.
Die BBS unterstützt die Finanzierung von Unternehmensübernahmen, indem sie Zugang zu Fremdkapital erleichtert. Allein 2025 hatte die BBS mit ihren Ausfallbürgschaften in 82 Fällen dazu beigetragen, dass Nachfolgerinnen und Nachfolger ein Übernahmedarlehen erhalten und den Firmenkauf finanziell stemmen konnten. Demnach unterstützte die BBS im vergangenen Jahr durchschnittlich eine Nachfolge pro Woche.