Erzgebirge hat "Premier-Bank"

Die Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg macht republikweit Furore. Sie ist am Samstagabend mit einem der wichtigsten deutschen Wirtschaftspreise geehrt worden.
<font size="2">VON SAMIRA SACHSE</font>
<font size="2">CHEMNITZ </font><font size="2">- Bis zuletzt herrschte strenge Geheimhaltung. "Es wurde auch nicht spekuliert über Favoriten",</font> <font size="2">berichtet Volkmar Viehweg. Der Sprecher der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg war zusammen mit</font> <font size="2">Vorstandschef Hans Perry und 15 weiteren Mitarbeitern auf Einladung der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung</font> <font size="2">nach Berlin eingeladen. Ihr Ziel: Die Gala zur Verleihung der renommierten Auszeichnungen "Großer Preis</font> <font size="2">des Mittelstandes".</font>
<font size="2"><br> 2007 war das erzgebirgische Geldhaus im Rahmen dieses Wettbewerbes bereits als Bank des Jahres geehrt</font> <font size="2">worden. 2011 folgte die Nominierung als "Premier-Bank des Jahres" - und am Samstagabend schließlich die</font> <font size="2">Titelvergabe. Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung, die ein Kreditinstitut beim "Großen Preis</font> <font size="2">des Mittelstandes" erhalten kann.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Institut für ländliche Region</font>
<font size="2"><br> Die Stiftung begründete die Wahl damit, dass die Kreissparkasse bewusst die tragende Säule der</font> <font size="2">Unternehmensfinanzierung ihrer Region geblieben ist, während sich viele Großbanken aus ländlich</font> <font size="2">geprägten Märkten zurückzogen. In und nach der Finanz- und Wirtschaftskrise habe sich diese enge</font> <font size="2">Verbindung bewährt. Sie sei sogar zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden.</font>
<font size="2"><br> Viehweg: "Wir haben zu wiederholten Mal mit unserem Geschäftsmodell gepunktet." Den Leitspruch bringt</font> <font size="2">er mit einem Satz auf den Punkt: "Wir machen Geschäfte, die wir beherrschen mit Kunden, die wir kennen".</font> <font size="2">Während sich die größten Bankhäuser der Republik systematisch aus ländlichen Gegenden zurückzogen,</font> <font size="2">blieb die Sparkasse ihrer Mittelgebirgsregion treu. Die 450-Mitarbeiter in 29 Geschäftsstellen seien dank</font> <font size="2">starker Präsenz in der Region in der Lage, den kleinen und mittleren Unternehmen maßgeschneiderte</font> <font size="2">Angebote zu machen. "Hier bei uns kennt man sich, fühlt sich verpflichtet - und das schafft das nötige</font> <font size="2">Vertrauen", sagt Viehweg.<br> </font><font size="2"><br> Im Erzgebirge sei die Nachfrage nach kleinen und mittleren Unternehmenskrediten besonders hoch. "Die</font> <font size="2">Menschen sind eben ein sehr reges und emsiges Völkchen", sagt Viehweg und ergänzt, dass mehr als ein</font> <font size="2">Drittel der Bilanzsumme der Sparkasse in Höhe von 1,36 Milliarden Euro in Kredite investiert sei. dies sei</font> <font size="2">ein Spitzenwert innerhalb des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Kurs wird beibehalten</font>
<font size="2"><br> An der strategischen Ausrichtung des Institutes wird sich auch nach der Fusion mit den Sparkassen</font> <font size="2">Mittleres Erzgebirge und Erzgebirge zur Erzgebirgssparkasse nichts ändern. Viehweg: "Das Filialnetz bleibt</font> <font size="2">stabil, ebenso die Mitarbeiterzahl der drei Institute." Die neue Erzgebirgssparkasse werde mit insgesamt</font> <font size="2">rund 1200 Beschäftigten an den Start gehen. Die Bilanzsumme wächst auf etwa 4,7 Milliarden Euro. Damit</font> <font size="2">ist dann die Erzgebirgssparkasse die viertgrößte in Ostdeutschland.</font>
<font size="2"><br> Der "Große Preis des Mittelstandes" gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftspreise Deutschlands. Niemand</font> <font size="2">kann sich für diesen Preis selbst bewerben - man muss von Dritten nominiert werden. Im Fall der</font> <font size="2">Kreissparkasse war dies der Lions-Club Aue-Schwarzenberg.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 24.10.2011</font>