Erzgebirgische Volkskunst in Stollberg

Größte Schwibbogen-Ausstellung Deutschlands eröffnet
<font size="2">In Stollberg im Erzgebirge ist am Sonntag die größte</font> <font size="2">Schwibbogen-Ausstellung Deutschlands eröffnet worden. In</font> <font size="2">der St. Jakobi Kirche sind mehr als 80 Bögen zu bewundern,</font> <font size="2">die allesamt von Hobbybastlern hergestellt wurden - jedes</font> <font size="2">Stück ist ein Unikat.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Von Holz bis Wolle, von winzig bis riesig</font>
<font size="2"><br> Die Ausstellung feiert in diesem Jahr</font> <font size="2">Jubiläum. Seit zehn Jahren werden in</font> <font size="2">Stollberg traditionelle, aber auch</font> <font size="2">moderne und ausgefallene</font> <font size="2">Schwibbögen gezeigt. Wie die Stadt</font> <font size="2">mitteilte, hat es in den vergangenen</font> <font size="2">Jahren neben den geschnitzten und</font> <font size="2">laubgesägten Bögen auch schon</font> <font size="2">gestrickte und geklöppelte gegeben.</font> <font size="2">Auch bei den Größen sei auch schon</font> <font size="2">alles dabei gewesen - von "in eine Walnuss passend" bis hin zu </font><font size="2">"leider zu groß fürs Fenster".<br> </font><font size="2"><br> Die Bastler kommen aus allen Altersgruppen. Der Nachwuchs</font> <font size="2">wird sogar gefördert: Kinder und Jugendliche können mit ihren</font> <font size="2">selbstgewerkelten Exemplaren bei der Wahl zum</font> <font size="2">Schwibbogenprinzen oder der Schwibbogenprinzessin antreten.<br> </font><font size="2"><br> Bei den "Großen" findet die Wahl des besten Bastlers zum</font> <font size="2">Ende der Ausstellung am zweiten Advent statt. Der</font> <font size="2">Schwibbogenkönig wird am Nachmittag des 11. Dezembers</font> <font size="2">gekrönt. Der Eintritt zur Schau ist frei.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Jahrhundertelange Tradition</font>
<font size="2"><br> Der Schwibbogen hat im Erzgebirge eine lange Tradition. Das</font> <font size="2">älteste bekannte Exemplar stammt aus dem Jahr 1740 und</font> <font size="2">wurde von einem Bergschmied aus Johanngeorgenstadt</font> <font size="2">gefertigt. Der Name des Schwibbogens geht wahrscheinlich auf</font> <font size="2">den architektonischen Begriff des Schwebebogens zurück, also</font> <font size="2">eines Stützbogens zwischen zwei Mauern. Offenbar sollte der</font> <font size="2">Bogen den Himmelsbogen darstellen. Das nimmt man an, weil</font> <font size="2">die ältesten Schwibbögen oft mit Sternen und Monden verziert</font> <font size="2">waren. Für die Bergarbeiter des Erzgebirges symbolisierte der</font> <font size="2">Bogen das Licht, welches sie, gerade im Winter, kaum zu</font> <font size="2">sehen bekamen. Vom Westerzgebirge aus breitete sich der</font> <font size="2">Schwibbogen als Weihnachtssymbol schnell aus und ist heute</font> <font size="2">fast überall auf der Welt zu finden. Während die Bögen früher</font> <font size="2">meist aus Metall waren, hat sich im 20. Jahrhundert der Holz-</font><font size="2">Schwibbogen durchgesetzt. Die Motive sind meist</font> <font size="2">weihnachtlich, zum Beispiel die Geburt Christi, oder zeigen</font> <font size="2">Symbole aus der Bergbautradition.</font>
<font size="2"><br> <br> <em>Quelle: </em><a href="http://www.mdr.de" target="_blank" rel="noreferrer"><em>www.mdr.de</em></a></font><font size="2">,&nbsp;27.11.2011</font>