Größter Solarpark im Kreis wird gebaut

In Scheibenberg entsteht eine Fotovoltaik-Anlage für zehn Millionen Euro. Sie soll im November fertig sein.
<font size="2">VON ANNETT HONSCHA</font>
<font size="2">SCHEIBENBERG </font><font size="2">- Ab August wird in Scheibenberg die bislang größte Fotovoltaik-Anlage im Erzgebirgskreis errichtet. Dies geschieht</font> <font size="2">im Auftrag des Leipziger Unternehmens Green Energy 3000 auf einer Fläche von zirka elf Hektar. Nach Angaben der Firma sollen darauf</font> <font size="2">rund 22.000 Solarmodule verbaut werden, mit denen Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird. "Etwas in dieser Dimension gibt es in</font> <font size="2">der Region noch nicht", sagt Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge.<br> <br> </font>
<font size="2">Verkauf an Großinvestoren</font>
<font size="2"><br> Etwa zehn Millionen Euro will Green Energy 3000 in den Bau investieren. Danach werde das Ganze an ein bis zwei Großinvestoren</font> <font size="2">verkauft, erläutert Unternehmenssprecherin Franziska Pabst. "Mit der Fertigstellung rechnen wir im November", fügt sie hinzu. Die</font> <font size="2">Planer gehen davon aus, dass ein jährlicher Strom-Ertrag von etwa fünf Millionen Kilowattstunden möglich ist, das entspreche dem</font> <font size="2">Bedarf von zirka 1250 Vier-Personen-Haushalten. Geld verdient wird damit, die gewonnene Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen.</font> <font size="2">Dass dies möglich ist, sei bereits geregelt.</font>
<font size="2"><br> Der Fotovoltaik-Park wird im Gewerbegebiet "Am Bahnhof" errichtet, die Baugenehmigung dafür liegt bereits vor. Ein Teil der Flächen</font> <font size="2">gehört der Stadt, ein anderer Privatbesitzern. Sie werden diese an die Leipziger Firma verpachten. Alle Verhandlungen, die dafür</font> <font size="2">notwendig waren, sind abgeschlossen, sagte Bürgermeister Wolfgang Andersky (Bürgerforum). Der Scheibenberger Stadtrat hatte das</font> <font size="2">Vorhaben, das eine Pachtdauer von 20 Jahren mit der Option einer Verlängerung vorsieht, bereits im Frühjahr befürwortet.</font>
<font size="2"><br> Zuvor war vor dem Gremium erläutert worden, dass Green Energy 3000 das Gelände auch elektrisch und teilweise durch Straßenbau</font> <font size="2">erschließen wird. Somit wären die Flächen für mögliche spätere Gewerbeansiedlungen vorbereitet. Das Unternehmen sichere zudem zu,</font> <font size="2">einmal den Rückbau der Anlagen zu übernehmen. Die Kommune selbst kann bis dahin von Gewerbesteuer-Einnahmen und der Pacht</font> <font size="2">profitieren.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Blick vom Berg hat Rolle gespielt</font>
<font size="2"><br> Wichtig für den Rat war auch, dass der Ausblick vom Scheibenberg durch die neue Fotovoltaik-Anlage nicht beeinträchtigt wird. In</font> <font size="2">diesem Zusammenhang versicherte Sebastian Baer von Green Energy 3000 den Bürgervertretern, dass so gut wie kein Spiegeleffekt</font> <font size="2">von den Modulen ausgehe. Das wurde nicht nur wegen Ausflüglern erfragt, die die Aussicht genießen wollen. Der Scheibenberg ist</font> <font size="2">ebenfalls als ein Objekt für die Bewerbung um das Unesco-Prädikat Weltkulturerbe ausgewählt worden, den Kommunen, Landkreise</font> <font size="2">und verschiedene Förderer sich für die Montanregion Erzgebirge erhoffen.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Flächen lange nicht genutzt</font>
<font size="2"><br> Der neue Fotovoltaik-Park entsteht auf vorgehaltenen Gewerbeflächen, für die allerdings seit Jahren keine Firmen als Interessenten</font> <font size="2">gefunden worden sind. "Dennoch schlagen bei solch einem Projekt zwei Herzen in meiner Brust", sagt Wirtschaftsförderer Matthias</font> <font size="2">Lißke. Denn eigentlich seien solche Areale, für die es einen Bebauungsplan und damit die zügige Möglichkeit zum Bauen gebe, zu</font> <font size="2">schade für derartige Ansiedlungen. "Auf der anderen Seite ist es für die Stadt gut, dass es nun eine Nutzung gibt."<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 20.07.2011</font>