Gymnasiast überzeugt Jury mit 63-seitiger Ausarbeitung

Kevin Alius vom Berufsschulzentrum (BSZ) Oelsnitz belegte beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt.
<font size="2">VON CRISTINA ZEHRFELD</font>
<font size="2">OELSNITZ - An einer wissenschaftlichen Abhandlung zur Einführung eines neuen digitalen Funksystems bei</font> <font size="2">der Feuerwehr im Erzgebirgskreis arbeitet der 19-jährige Kevin Alius seit September 2009. Für Alius ein</font> <font size="2">wichtiges Thema: "Das wird den Feuerwehrfunk revolutionieren." Mit den Kernaussagen seiner 63 Seiten</font> <font size="2">umfassenden Ausarbeitung hat er sich jetzt in Chemnitz unter sieben Teilnehmern des Gebietes</font> <font size="2">"Arbeitswelt" durchgesetzt. Sein Thema: "Funk über Deutschland. Vom Analogfunk zum Digitalfunk".</font> <font size="2">Konkret geht es um ein Konzept für die Einführung moderner Funktechnik bei der Feuerwehr.</font>
<font size="2"><br> Für Kevin Alius ist das ein naheliegendes Thema. 1999 hat er als Steppke bei der Jahnsdorfer Feuerwehr</font> <font size="2">angeheuert. Inzwischen ist er aktiver Feuerwehrmann, Jugendwart und Sprechfunker. Schon lange ist die</font> <font size="2">Umstellung von analog auf digital im Gespräch. Wenn es in den nächsten Jahren ernst wird, dann wird die</font> <font size="2">jetzt ausgezeichnete Arbeit vom Landratsamt genutzt. Alius freut sich: "Im Grundsatz wird man meiner</font> <font size="2">Konzeption folgen."</font>
<font size="2"><br> Die Arbeit konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Kevin Alius hat eine Akzeptanzerhebung bei 124</font> <font size="2">Kameraden durchgeführt. Er hat eine Ausbildungsplanung konzipiert. Und er hat ein E-Learning-Programm</font> <font size="2">erstellt, durch welches die Präsenzveranstaltungen der Feuerwehr ergänzt werden sollen. Wichtige Aspekte,</font> <font size="2">denn die neue Technik ist mehr als Hardware: "Die Bedienung wird nicht einfacher. Meine Arbeit ist ein</font> <font size="2">Konzept, wie die 4976 Kameraden im Erzgebirgskreis innerhalb eines halben Jahres geschult werden</font> <font size="2">können."</font>
<font size="2"><br> Die aufwändige Forschungsarbeit ist für Kevin Alius der logische Weg zu einem konsequent angestrebten</font> <font size="2">Ziel. Nachdem er die Realschule mit einem Notendurchschnitt von 1,06 abgeschlossen hatte, ist Alius zum</font> <font size="2">Berufsschulzentrum gewechselt. Fachrichtung Technik, Wissenschaft, Maschinenbau. "Ich wollte etwas</font> <font size="2">Technisches machen. Was genau, war noch nicht klar." Schließlich hat sich Alius dann für "Funk über</font> <font size="2">Deutschland" als gezielt auszuarbeitende "besondere Lernleistung" entschieden.</font>
<font size="2"><br> Für Ina Müller, die das Projekt mit betreut hat, eine Arbeit mit hohem Stellenwert: "Es ist ein großer</font> <font size="2">Zeitaufwand, bietet aber die Möglichkeit, Schüler an exaktes wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen.</font> <font size="2">Dabei müssen es nicht immer die Jahrgangsbesten sein. Wichtig ist die Begeisterungsfähigkeit für ein</font> <font size="2">Gebiet." Für Kevin Alius ist die Arbeit eine optimale Studienvorbereitung, denn ab August will er in Kassel</font> <font size="2">Maschinenbau studieren. Vorher wird er aber das BSZ noch bei "Jugend forscht" in Dresden vertreten. Mit</font> <font size="2">dem Sieg beim Regionalwettbewerb hat sich Kevin Alius für den Landeswettbewerb Anfang April qualifiziert.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Stollberger Zeitung, 10.03.2011</font>