Historischer Tag für den FC Erzgebirge

Abgezeichnet hatte es sich schon lange, seit gestern ist es offiziell: der Fußball-Zweitligist FC Aue bestreitet seine Heimspiele ab sofort im "Sparkassen- Erzgebirgsstadion". Die neue Kooperation spült pro Jahr 500.000 Euro in die Vereinskasse.
<font size="2">VON OLAF MORGENSTERN</font>
<font size="2">AUE - "Die finanzielle Lage des FC Erzgebirge Aue wird nie rosig sein, aber aus dem Geld,</font> <font size="2">das uns zur Verfügung steht, müssen wir das Beste machen." Klare Worte fand</font> <font size="2">Klubpräsident Bernd Keller gestern "an einem historischen Tag für unseren Verein". Kurz</font> <font size="2">zuvor hatte der Aufsichtsratsvorsitzende des FCE, Landrat Frank Vogel, die freudige</font> <font size="2">Nachricht über eine zusätzliche Finanzspritze von insgesamt fünf Millionen Euro für den</font> <font size="2">Fußball-Zweitligisten verkündet.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">"Wir wollen Ende der kommenden Saison wieder schuldenfrei sein."</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Bernd Keller FCE-Präsident</font>
<font size="2"><br> Die drei Sparkassen im Erzgebirgskreis, die im kommenden Jahr zur fünftgrößten</font> <font size="2">ostdeutschen Sparkasse fusionieren wollen, haben die Namensrechte am</font> <font size="2">Erzgebirgsstadion erworben. 500.000 Euro fließen jährlich in die Kasse des FCE. Die</font> <font size="2">Kooperation erstreckt sich zunächst bis zum Ende der Saison 2019/2020. "Wir</font> <font size="2">dokumentieren mit diesem Schritt die Verbundenheit zur Region, zu den Menschen und</font> <font size="2">vor allem zu den Fans der Veilchen. Nur gemeinsam sind wir stark", betonte Vogel, der als</font> <font size="2">Landrat quasi Eigentümer der Auer Stadionimmobilie ist und als Vorsitzender der</font> <font size="2">Verwaltungsräte der drei beteiligten Sparkassen fungiert.</font>
<font size="2"><br> Die Veilchen können mit dem neuen Hauptsponsor im Rücken der Lizenzerteilung für die</font> <font size="2">neue Spielzeit optimistisch entgegenblicken. Die Unterlagen wurden am Dienstag</font> <font size="2">fristgemäß bei der Deutschen Fußball Liga eingereicht. Der Etat in der Saison 2011/12</font> <font size="2">wird sich leicht erhöhen, von derzeit 9,2 auf 9,6 Millionen Euro. "Ich gehe davon aus, dass</font> <font size="2">uns die Lizenz wie in den vergangenen Jahren ohne größere Auflagen erteilt wird", meinte</font> <font size="2">Keller. Er kündigte zugleich an, dass die Auer - zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte -</font> <font size="2">in den kommenden Tagen die Lizenz für die Bundesliga einreichen werden. "Im Falle eines</font> <font size="2">erneuten Aufstiegs würde sich der geplante Zweitliga-Etat verdoppeln", berichtete der</font> <font size="2">Vereinschef.</font>
<font size="2"><br> Das "Sparkassen-Erzgebirgsstadion" sei mit einem Fassungsvermögen von 15.690</font> <font size="2">Zuschauern erstligatauglich, ein Ausbau der Kapazität kein Thema. Keller: "Lieber spielen</font> <font size="2">wir in einem vollen, kleinen Stadion als in einer großen Arena, die nur halb gefüllt ist."</font> <font size="2">Unabhängig davon, ob dem FCE die sportliche Sensation in den kommenden Wochen</font> <font size="2">gelingt, nannte Keller ein weiteres ehrgeiziges Ziel, den kompletten Abbau der</font> <font size="2">Verbindlichkeiten: "Wir haben so kalkuliert, dass wir Ende der Saison 2011/2012 wieder</font> <font size="2">schuldenfrei sind", verriet der Präsident. Zuletzt lagen die mittel- und langfristigen</font> <font size="2">Verbindlichkeiten des Aufsteigers bei rund 1,8 Millionen Euro.</font>
<font size="2"><br> Auch in Sachen Trainerverträge will Keller nun zügig Nägel mit Köpfen machen. Ende </font><font size="2">kommender Woche sollen Cheftrainer Rico Schmitt und Assistent Marco Kämpfe die</font> <font size="2">neuen, bis 30. Juni 2013 laufenden Arbeitspapiere unterschreiben. "Wir sitzen am 25.</font> <font size="2">März zusammen. Ich gehe davon aus, dass wir an diesem Tag zu einem Abschluss</font> <font size="2">kommen", erklärte Keller.</font>
<font size="2"><br> Die nächste sportliche Herausforderung wartet auf die Veilchen am Sonntag. Dann steigt</font> <font size="2">im "Sparkassen-Erzgebirgsstadion" das Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth.</font> <font size="2">Nach dem trainingsfreien Mittwoch hofft Schmitt, dass sich die zuletzt angeschlagenen</font> <font size="2">Tobias Kempe und Tomasz Kos heute im Mannschaftstraining zurück melden. Verpassen</font> <font size="2">wird das Duell mit den Franken Thomas Paulus. Der Innenverteidiger laboriert noch immer</font> <font size="2">an einer Wadenverletzung.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 17.03.2011</font>