Holzkunst: Branche hofft auf mehr Bestellungen

Frühjahrsmessen 2012 sollen die Grundlage für weiteren Zuwachs bilden
<font size="2">VON WILFRIED SAWORSKI</font>
<font size="2">OLBERNHAU </font><font size="2">- Die Hersteller erzgebirgischer Holzkunst haben ihr Augenmerk auf die</font> <font size="2">bevorstehenden internationalen Messen gerichtet. "In diesem Frühjahr erwarten wir</font> <font size="2">aufgrund des zumeist guten Weihnachtsgeschäftes und der aufgetretenen Lieferprobleme</font> <font size="2">vom Inland-Fachhandel eine bessere Order", sagt Dieter Uhlmann, Geschäftsführer des</font> <font size="2">Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller. Trotzdem hält er es</font> <font size="2">für eher unwahrscheinlich, dass beider Bestellung der Trend von gegenwärtig fast nur</font> <font size="2">kurzfristig auf langfristig umschlägt. Im Ergebnis 2011 spricht er von einer "leichten</font> <font size="2">Stabilisierung der Branche".</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Besseres Weihnachtsgeschäft</font>
<font size="2"><br> Die kurzfristig Order des Facheinzelhandels stellt die Branche vor Probleme. "Die</font> <font size="2">Vorproduktion der Herstellerbetriebe reduziert sich", nennt Dieter Uhlmann den Grund.</font> <font size="2">Hinzu kommen Schwierigkeiten in den Betrieben bei der Vorfinanzierung der Produktion.</font> <font size="2">Kurzarbeit im vergangenen Jahr und Abbau der Produktionskapazität über Jahre führten</font> <font size="2">letztlich im Weihnachtsgeschäft 2011 "bei einigen Herstellern zu teilweise erheblichen</font> <font size="2">Lieferproblemen. So konnte auf kurzfristige Bestellungen nur noch eingeschränkt reagiert</font> <font size="2">werden". Dennoch schätzt der Verband das zurückliegende Weihnachtsgeschäft gegenüber</font> <font size="2">2010 als "leicht verbessert" ein. "Die Weihnachtsmärkte sind in der Mehrzahl deutlich</font> <font size="2">besser gelaufen", so der Geschäftsführer. Für das gesamte Jahr 2011 rechnet er dennoch</font> <font size="2">bestenfalls mit einer Umsatzsteigerung im niedrigen einstelligen Bereich.</font>
<font size="2"><br> Exportbetriebe mit Problemen<br> </font><font size="2"><br> </font><font size="2">Das Exportgeschäft, es macht bis zu 20 Prozent des Umsatzes in der Holzkunstbranche</font> <font size="2">aus, leidet nach Ansicht des Verbandes unter einem hohen Euro-Kurs und wirtschaftlichen</font> <font size="2">Problemen in den USA. Dieter Uhlmann: "Wie schon 2010 war jedoch auch 2011 eine</font> <font size="2">Verbesserung spürbar." Allgemein wird davon ausgegangen, dass sich der Export nach</font> <font size="2">Übersee weiter stabilisiert. Nach Westeuropa und Japan ist er annähernd gleich geblieben.</font>
<font size="2"><br> Die Messen, auf denen die Hoffnungen liegen, sind die Christmasworld vom 27. bis 31.</font> <font size="2">Januar, die Ambiente vom 10. bis 14. Februar, beide in Frankfurt/Main, sowie die</font> <font size="2">Spielwarenmesse in Nürnberg vom 1. bis 6. Februar. Auf der Cadeaux in Leipzig vom 25.</font> <font size="2">bis 27. Februar erfolgt die größte Präsentation erzgebirgischer Holzkunst.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Marienberger Zeitung, 26.01.2012</font>