Im Falkenbacher Strumpfwerk herrscht schon Sommer

Kinderstrumpfhosen in 3-D-Optik gehören zu den Neuheiten aus Falkenbach - seit kurzem unter der neuen Marke Ergora. Seit 1927 werden in dem Werk Strümpfe hergestellt.
<font size="2">VON GUDRUN MÜLLER</font>
<font size="2">FALKENBACH </font><font size="2">- In diesen Dezembertagen bestimmt schon der Sommer das Bild im Produktionssaal des</font> <font size="2">1927 entstandenen Strumpfwerkes in Falkenbach, einem Ortsteil von Wolkenstein. "Die</font> <font size="2">Kinderstrumpfwaren für das kommende Jahr werden derzeit gefertigt", berichtet Martina Uhlig,</font> <font size="2">Produktionsleiterin in Falkenbach. Und der Sommer wird an Füßen und Beinen der Kinder fröhlich und bunt</font> <font size="2">aussehen. Denn für die kommende Saison steht die Baumwolle in 136 leuchtenden Farbtönen zur Auswahl.</font> <font size="2">Sie wird zu zwei Millionen Paar Strumpfwaren in 25 verschiedenen Artikeln verarbeitet - Baby-, Kinder- und</font> <font size="2">Damensocken, Kinderkniestrümpfen, Strickstrumpfhosen sowie Leggins für Babys und Kinder.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Bio-Baumwolle ist gefragt</font>
<font size="2"><br> In dieser Stückzahl bleibe die Produktion zum Vorjahr in etwa konstant, sagt Martina Uhlig. Neu sind</font> <font size="2">jährlich die Muster, Trendfarben und das Design. So gibt es neuerdings Strumpfhosen für Kinder mit</font> <font size="2">lustigen dreidimensionalen Motiven: Da trägt der Elefant ein Rüsselchen, das herausragt. Ebenso lugen</font> <font size="2">große Ohren einer eingestrickten Maus hervor. Im Trend sind auch Ajourmuster und Strumpfwaren mit</font> <font size="2">geschlossener Spitze, die auf neuen Maschinen effektiv und ohne das anschließende Vernähen der</font> <font size="2">Strumpfspitzen hergestellt werden können, erläutert Martina Uhlig.</font>
<font size="2"><br> "Die Kunden fragen zunehmend nach Strumpfwaren aus Bio-Baumwolle", lautet eine Erfahrung der</font> <font size="2">Produktionsleiterin. Ein Markenzeichen der Falkenbacher Babystrumpfhose sei eine fröhliches Motiv auf dem</font> <font size="2">Po. "Wir haben damit angefangen. Inzwischen wird das jedoch von anderen Herstellern kopiert", schildert</font> <font size="2">Martina Uhlig. Das treffe ebenso auf die transparenten Plastiknoppen auf der Sohle der Kindersocken zu.</font> <font size="2">Viele Erzeugnisse werden im Betriebsverkauf immer am Montagnachmittag im Werk angeboten.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Anvisierter Umsatz: 2,9 Millionen</font>
<font size="2"><br> Neben originellem Design wollen die 50 Beschäftigten der Falkenbacher Strumpfwerke vor allem mit hoher</font> <font size="2">Qualität sowie schnellen und flexiblen Lieferzeiten - im Durchschnitt vier Wochen bei einem neuen Auftrag -</font><font size="2"> Kunden gewinnen und halten, so die Produktionschefin. Um sich als einer der noch ganz wenigen</font> <font size="2">Produzenten von Kinderstrumpfwaren in Deutschland zu behaupten, habe das Unternehmen in diesem Jahr</font> <font size="2">200.000 Euro in Falkenbach in neue Strick-, Konfektions- und Verpackungsmaschinen investiert. Der in</font> <font size="2">diesem Jahr für das Strumpfwerk Falkenbach anvisierte Umsatz betrage 2,9 Millionen Euro. Das sind</font> <font size="2">100.000 Euro mehr als im Vorjahr und ein Plus von einer halben Million gegenüber 2008.</font>
<font size="2"><br> Die Falkenbacher Kinderstrumpfwaren werden seit Mitte 2010 unter dem nunmehr für die bisherigen Esda- und</font> <font size="2">Rogo-Strümpfe einheitlichen Markennamen Ergora von der in Oberlungwitz ansässigen Vertriebs- und</font> <font size="2">Logistikzentrale vertrieben. Abnehmer der Ergora-Erzeugnisse aus Falkenbach sind 2500 Fachhändler, aber</font> <font size="2">auch große Kaufhausketten und Versandhändler. Insgesamt produzieren in den Werken Glauchau und</font> <font size="2">Falkenbach der Unternehmensgruppe Ergora 300 Mitarbeiter Fein- und Strickstrümpfe im Gesamtwert von</font> <font size="2">61 Millionen Euro.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 07.12.2011</font>