Kunden von fünf Kontinenten klopfen in Jöhstädter Firma an

Thomas Möckel, Chef der Firma PF Pumpen und Feuerlöschtechnik Jöhstadt ist einer der 54 Botschafter des Erzgebirges, die Landrat Frank Vogel ernannt hat. In Kürze wird er die Unternehmensgeschichte um ein weiteres Erfolgskapitel bereichern.
<font size="2">VON PETRA KADEN</font>
<font size="2">JÖHSTADT - In wenigen Tagen wird Thomas Möckel, Geschäftsführender Gesellschafter</font> <font size="2">der Firma PF Pumpen und Feuerlöschtechnik Jöhstadt zusammen mit den rund 100</font> <font size="2">Mitarbeitern und zahlreichen Gästen Grund zum Anstoßen haben: Für die neue</font> <font size="2">Produktionshalle wird Richtfest gefeiert. Wenn dort im Frühsommer die Produktion startet,</font> <font size="2">stehen dahinter Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro.</font>
<font size="2"><br> Wie er Botschafter geworden ist, das kann Thomas Möckel nur vermuten: "Es hat sich</font> <font size="2">wohl herumgesprochen, dass wir uns schon lange als Botschafter für die Region</font> <font size="2">verstehen. Unser Unternehmen liegt zwar am Ende der Welt, aber die Welt ist bei uns</font> <font size="2">regelmäßig zu Besuch." Damit spielt der Firmenchef auf die intensive Betreuung der</font> <font size="2">Kunden an, die tatsächlich von allen fünf Kontinenten nach Jöhstadt kommen und sich</font> <font size="2">dort nicht nur von der Leistungsfähigkeit der Firma PF Pumpen und Feuerlöschtechnik</font> <font size="2">überzeugen können, sondern auch die Schönheiten des Erzgebirges gezeigt bekommen.</font> <font size="2">Und wenn Thomas Möckel oder seine Mitarbeiter dienstlich unterwegs sind, haben sie ganz</font> <font size="2">selbstverständlich Infomaterial zur Region im Gepäck.</font>
<font size="2"><br> Doch für den 60-Jährigen ist nicht nur das Erzgebirge als Wirtschafts- und</font> <font size="2">Tourismusstandort wichtig. "Ich sehe uns als einen Teil Sachsens, das trotz mancher</font> <font size="2">Probleme nach der Wende erfolgreich an die großen industriellen Traditionen der</font> <font size="2">Vergangenheit anknüpfen konnte", sagt Möckel, der in Zwickau und Jöhstadt zuhause ist.</font>
<font size="2"><br> Nach 18 Jahren im Erzgebirge weiß er die Tugenden der Menschen hier zu schätzen:</font> <font size="2">"Unsere Mitarbeiter sind außerordentlich bodenständig, gut qualifiziert und haben viele</font> <font size="2">Bindungen zu ihrer Heimat. In der Vergangenheit war es oft so, dass Leute in der vierten</font> <font size="2">oder fünften Generation im Unternehmen gearbeitet haben. Sie sind immer da, wenn es</font> <font size="2">notwendig ist, und gerade die Älteren identifizieren sich in einem hohen Maße mit ihrer</font> <font size="2">Arbeit", lobt Thomas Möckel.</font>
<font size="2"><br> Um auch künftig die nötigen Fachkräfte zu bekommen, sei die Ausbildung junger Leute</font> <font size="2">unabdingbar: "Wir haben die Entwicklungsabteilung, Produktion und Vertrieb unter einem</font> <font size="2">Dach. Wer hier seine berufliche Laufbahn beginnt, hat gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu</font> <font size="2">bekommen", so der Firmenchef. Bisher sei es immer gelungen, geeignete Bewerber zu</font> <font size="2">finden, aber: "Deren Zahl geht spürbar zurück, sodass die Fachkräftesituation in den</font> <font size="2">nächsten Jahren problematisch werden könnte." Vor allem bei Hochschulabgängern sei</font> seitens der Wirtschaft viel Engagement nötig, um sie in der Region zu halten.


Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 25.02.2011