​Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří: „Die Bergbaugeschichte von St. Joachimsthal"

Annaberg-Buchholz. Die Silbermünze Joachimstaler, das Radonkurbad und reicher Silberabbau – nur wenige Städte der Welt haben eine so große Bedeutung für die Entwicklung des Montanwesens wie Jáchymov (St. Joachimsthal). Die Bergbaugeschichte der Stadt, die 1516 in einem Steilhang des Erzgebirges gegründet wurde, steht im Mittelpunkt eines Vortrages am Donnerstag, 2.11.2017, 18:00 Uhr, im Haus des Gastes Erzhammer (Buchholzer Straße 2) in Annaberg-Buchholz. Referent ist Dr. Michal Urban aus Prag.
Jáchymov gehört zu den Geburtsstätten der Wissenschaft im Bereich Bergbau, Hüttenwesen und Mineralogie. Marie Curie-Sklodowska war es, die 1898 aus Joachimsthaler Erzen erstmals die radioaktiven Elemente Radium und Pollonium isolierte, als Folge dessen nur acht Jahre später in Jáchymov das erste Radonkurbad der Welt gegründet wurde.
 
Im Rahmen der Präsentation informiert die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH als Veranstalter außerdem über den aktuellen Stand des UNESCO-Welterbe-Projektes „Montanregion Erzgebirge“.
Der Vortragsabend ist der fünfte innerhalb der Reihe „Die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří auf dem Weg zum UNESCO Welterbe“ – durchgeführt im Rahmen des grenzübergreifenden Interreg 5a-Projektes „Glück Auf Welterbe!“. Das Projekt wird unter Federführung der WFE GmbH als beauftragte Geschäftsführung des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. realisiert und durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.