Richtfest an neuer Produktionsstätte

Ein moderner Neubau für die Firma EKM Elektronik, Hersteller elektronischer Baugruppen, nimmt im Gewerbegebiet an der Werner-von-Siemens-Straße in Zwönitz Gestalt an.
<font size="2">VON FRANZISKA MUTH</font>
<font size="2">ZWÖNITZ </font><font size="2">- Das Richtfest fiel eher klein aus, der Neubau ist aber ein Großvorhaben: Gut vier Millionen Euro werden in den Bau der</font> <font size="2">moderne Produktionsstätte investiert. "Es steht ein Großteil der Hallenwände, mit dem Dach ist begonnen worden und vom</font> <font size="2">Verwaltungsgebäude ist die Fundamentplatte gegossen", so gestern Geschäftsführer Uwe Müller. Weitere Investitionen in Höhe von</font> <font size="2">rund 800.000 Euro sollen in neue Maschinen und Anlagen fließen. Der Standort wird künftig das gemeinsame Domizil der dann</font> <font size="2">fusionierten Firmen EKM Elektronik GmbH &amp; Co. KG und GM Electronic GmbH &amp; Co. KG sein. Diese haben derzeit ihren Sitz an der</font> <font size="2">Zwönitzer Bahnhofstraße und fertigen vorwiegend elektronische Baugruppen. Uwe Müller ist bisher in beiden Firmen Geschäftsführer</font> <font size="2">und wird dies auch im fusionierten Unternehmen sein. Der Zusammenschluss soll heute vertraglich besiegelt werden.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Arbeiten "im Zeitplan"</font>
<font size="2"><br> Der Neubau soll 2500 Quadratmeter Produktionsfläche, 800 Quadratmeter Lagerfläche sowie 700 Quadratmeter Bürofläche bieten. Es</font> <font size="2">werde versucht, viele Gewerke an Firmen aus der Region zu vergeben, so Uwe Müller. Dies sei etwa bei Elektroinstallation und Tiefbau</font> <font size="2">der Fall.</font>
<font size="2"><br> Zwar sei man beim Bau überraschend auf felsigen Untergrund gestoßen, was Mehrkosten mit sich bringe. Die Arbeiten liegen laut</font> <font size="2">Müller aber im Zeitplan. Er rechnet damit, dass der Komplex Ende November fertiggestellt ist, so dass im Dezember der Umzug</font> <font size="2">beginnen und ab Anfang Januar 2012 komplett am neuen Ort produziert werden kann.</font>
<font size="2"><br> Mit der neuen Fertigungsstätte erhofft sich Uwe Müller unter anderem mehr Kapazität für die Produktion. Mit diesem Ausblick hätten in</font> <font size="2">den vergangenen Monaten auch einige Neukunden gewonnen werden können. "Wir kommen derzeit kaum nach, müssen Aufträge</font> <font size="2">teilweise an Drittfirmen vergeben", sagt er. In diesem Jahr hält Müller eine deutliche Umsatzsteigerung beider Unternehmen auf</font> <font size="2">insgesamt sechs Millionen Euro für realistisch, 2012 rechnet er mit weiterem Wachstum. Im Vorjahr hatte der Umsatz gut vier Millionen</font> <font size="2">Euro betragen.</font>
<font size="2"><br> In den vergangenen Wochen habe Uwe Müller rund 25 neue Mitarbeiter eingestellt, zum Teil über Zeitarbeitsfirmen. Damit ist die</font> <font size="2">Belegschaft der Betriebe auf zusammen zirka 160 Beschäftigte gewachsen. Der Geschäftsführer wollte sich gestern nicht äußern, ob</font> <font size="2">weitere Einstellungen folgen. Der Neubau biete aber Kapazität für 200 Mitarbeiter.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Projekt hat große Bedeutung</font>
<font size="2"><br> Das Projekt habe "eine Riesenbedeutung für die Stadt", sagte gestern Klaus Epperlein, Beigeordneter in Zwönitz. Damit könnten</font> <font size="2">Arbeitskräfte in der Region gehalten und so dem vorhergesagten Bevölkerungsschwund entgegengewirkt werden. Im Schnitt zwei neue</font> <font size="2">Auszubildende haben die beiden Firmen pro Jahr, ergänzte Uwe Müller. Diese würden in der Regel übernommen.</font>
<font size="2"><br> EKM produziert für Auftraggeber überwiegend aus Deutschland beispielsweise für die Bereiche Industrieelektronik, Telekommunikation,</font> <font size="2">Luft- und Raumfahrt, Konzertbeschallung und Medizintechnik. Uwe Müller, gelernter Elektronikfacharbeiter und Industriemeister</font> <font size="2">Elektrotechnik, gründete die Firma im Jahr 2000. GM Electronic, die ähnliche Dienstleistungen anbietet, rief Müller 2007 mit seinem</font> <font size="2">Geschäftspartner Markus Gebhart ins Leben.<br> <br> </font><font size="2"><br> Quelle: Freie Presse, Ausgabe Stollberger Zeitung, 20.07.2011</font>