SERIE: MADE IN ERZ - Zulieferer stärkt sein Werk im Erzgebirge

Teile aus den Scheibenberger Hallen der Vollmann-Gruppe finden sich weltweit in zig verschiedenen Fahrzeugen wieder. Nun soll die Produktion erneut wachsen.
<font size="2">VON ANNETT HONSCHA</font>
<font size="2">SCHEIBENBERG </font><font size="2">- In den Scheibenberger Hallen der Vollmann-Gruppe wird tonnenschwerer Zuwachs erwartet. Dort sollen bald</font> <font size="2">weitere Pressen aufgebaut werden, um mehr Metall-Spezialteile für die Automobilindustrie fertigen zu können. Denn das ist das</font> <font size="2">Kerngeschäft des Werks im Erzgebirge. "Mit unseren bisherigen Anlagen sind wir an der Kapazitätsgrenze angelangt. Unsere</font> <font size="2">Auftragsbücher sind voll", sagt Werkleiter Mathias Brandt.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Jubiläumsfeier im Erzgebirge</font>
<font size="2"><br> Scheibenberg ist mit 220 Festangestellten und zirka 30 Leiharbeitern der größte von vier Standorten der Gruppe, deren Hauptsitz sich</font> <font size="2">in Nordrhein-Westfalen befindet. Im dortigen Gevelsberg war das Familienunternehmen vor 100 Jahren auch gegründet worden. Die</font> <font size="2">große Jubiläumsfeier für die Mitarbeiter fand vor Kurzem aber im Erzgebirge statt. Rund 400 der insgesamt 550 Beschäftigten kamen</font> <font size="2">dafür nach Scheibenberg, auch der heutige Inhaber Axel Vollmann und seine Familie. "Das spricht natürlich für den Standort hier", sagt</font> <font size="2">Brandt.</font>
<font size="2"><br> Produkte aus dem hiesigen Werk, dessen Schwerpunkt im Bereich Stanz- und Umformtechnik liegt, finden sich weltweit in zig</font> <font size="2">verschiedenen Fahrzeugen wieder. Die Automobilindustrie und Zulieferbetriebe machen den Hauptteil der Abnehmer aus. "Wir stellen</font> <font size="2">zum Beispiel Teile für Fahrwerke und Airbags her, aber auch für Abgasanlagen und Schlösser", erläutert der Werkleiter. Zirka 600</font> <font size="2">verschiedene Erzeugnisse werden pro Jahr in unterschiedlichen Stückzahlen produziert. Da sich das gewünschte Sortiment aber</font> <font size="2">regelmäßig ändere, müssen Werkzeuge und Anlagen vorgehalten werden, um 3000 unterschiedliche Produkte fertigen zu können. VW</font> <font size="2">und Daimler beliefert das erzgebirgische Vollmann-Werk direkt, die anderen Kunden sind weltweit als Zulieferer tätig. So werden</font> <font size="2">Erzeugnisse aus Scheibenberg unter anderem in Mexiko, Brasilien und China weiterverarbeitet. Allerdings gehört auch ein "Nachbar" zu</font> <font size="2">den Abnehmern - der Airbag-Hersteller Takata-Petri in Elterlein.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">15.000 Tonnen Stahl pro Jahr</font>
<font size="2"><br> Der wichtigste Rohstoff für das Scheibenberger Unternehmen ist Stahl, wovon pro Jahr zirka 15.000 Tonnen verarbeitet werden. Die</font> <font size="2">Mitarbeiter produzieren aber auch kunststoffummantelte Metall-Teile wie Feststeller für Autotüren - eine Kombination, die es nicht oft</font> <font size="2">aus einer Hand gebe und die dem Standort während der Wirtschaftskrise zugutekam. Kurzarbeit ließ sich damals allerdings auch beim</font> <font size="2">größten Arbeitgeber in der Bergstadt nicht vermeiden. Heute kann davon aber keine Rede mehr sein. Im Gegenteil - es wird weiteres</font> <font size="2">Personal gesucht. "Wenn es drei qualifizierte Maschinenbediener gäbe, würden wir sie sofort einstellen", sagt Mathias Brandt. Doch</font> <font size="2">solche Fachkräfte seien schwer zu finden, deshalb werden auch regelmäßig junge Leute ausgebildet. Derzeit lernen zehn den Beruf des</font> <font size="2">Werkzeugmechanikers. 2012 sollen auch künftige Zerspaner und Anlagenbediener hinzukommen.</font>
<font size="2"><br> </font><font size="2">Erneute Erweiterung ist Thema</font>
<font size="2"><br> Zusätzliches Personal benötigt das Unternehmen in Scheibenberg, in dem in drei Schichten produziert wird, künftig auch für die Arbeit</font> <font size="2">mit den neuen Pressen. Diese stammen aus einem ehemaligen Betriebsteil der Remscheider Firma Pampus, den die Vollmann-Gruppe</font> <font size="2">2011 übernommen hat. Zwar gelte dies auch für die Mitarbeiter, aber diese hätten am Standort Remscheid einen Arbeitsplatz</font> <font size="2">bekommen, erläutert Brandt.</font>
<font size="2"><br> Auch bei Vollmann in Scheibenberg wird sich in den nächsten Jahren erneut einiges verändern. "Wir denken wieder über eine</font> <font size="2">Erweiterung nach", so der Werkleiter. Die letzte Halle inklusive neuen Maschinen war erst 2010 in Betrieb genommen worden, was mit</font> <font size="2">einer Investition von zirka 3 Millionen Euro einherging. Daher verfügt das Werk aktuell über rund 17.000 Quadratmeter</font> <font size="2">Produktionsfläche.<br> <br> </font><font size="2"><br> Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 28.07.2011</font>