Von Gelenau bis Olbernhau: Erzgebirge punktet bei moderner Bildung

Drei Schulen aus dem Erzgebirge haben bei der sächsischen Ehrung für MINT und digitale Bildung Auszeichnungen erhalten. Das Gymnasium Olbernhau, das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Schneeberg und die Pestalozzi-Grundschule Gelenau gehören zu den geehrten Schulen. Die Urkunden wurden an der TU Bergakademie Freiberg übergeben. In ganz Sachsen erhielten 20 Schulen insgesamt 26 Auszeichnungen. Elf Schulen tragen das Siegel „Digitale Schule“, 15 wurden als „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Sechs Schulen erhielten beide Auszeichnungen.

Drei Schulen aus dem Erzgebirge dabei

Das Gymnasium Olbernhau bekam gleich zwei Siegel. Die Schule wurde als „Digitale Schule“ und als „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Auch Schneeberg ist vertreten. Das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium erhielt erstmals die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“. Eine Premiere gab es ebenfalls in Gelenau. Die Pestalozzi-Grundschule wurde erstmals als „Digitale Schule“ ausgezeichnet. Zugleich ist sie die erste Grundschule aus dem Erzgebirge, die bei dieser Ehrung vertreten ist. Damit reicht das Spektrum der ausgezeichneten Schulen in der Region von der Grundschule bis zum Gymnasium. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und digitales Lernen spielen damit an mehreren Schulformen im Erzgebirge eine feste Rolle.

Sachsen zeichnet mehr Schulen aus

Die Siegel gelten jeweils für drei Jahre. Für eine erneute Auszeichnung müssen die Schulen die geforderten Kriterien wieder erfüllen. Mit den neuen Ehrungen steigt die Zahl der sächsischen Schulen mit gültigem MINT- oder Digital-Siegel von 38 auf 50. Unter den 20 Schulen der aktuellen Runde liegen elf außerhalb von Dresden, Leipzig und Chemnitz. Prof. Dr. Christoph Meinel, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, hebt diese Verteilung hervor: „MINT-Qualität in Sachsen ist keine Frage der Postleitzahl und keine Frage der Schulform – sie ist eine Frage von Kollegien, die zehn Jahre lang dranbleiben.“ Das Erzgebirge trägt zu dieser Entwicklung mit drei Schulen bei.

Mathematik, Technik und digitales Lernen fest im Schulalltag

Als „MINT-freundliche Schule“ werden Schulen ausgezeichnet, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fest im Schulalltag verankern. Dafür müssen mindestens zehn von 14 Kriterien erfüllt sein. Das Siegel „Digitale Schule“ richtet den Blick unter anderem auf digitales Lernen, die Weiterbildung der Lehrkräfte, technische Ausstattung und die Zusammenarbeit mit Partnern. Staatssekretär Wilfried Kühner sieht darin eine wichtige Grundlage für die Bildung in Sachsen. „Die zahlreichen ausgezeichneten und rezertifizierten Schulen aller Schularten zeigen, wie es gelingen kann, alle Schülerinnen und Schüler für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik so zu begeistern, dass sie Zukunftskompetenzen entwickeln können“, sagte Kühner. Mit Olbernhau, Schneeberg und Gelenau stehen dabei auch drei Erzgebirgsorte auf der Liste der ausgezeichneten Schulen.