Zulieferer quartiert Lager aus

Die Metall- und Kunststoffverarbeitung GmbH in Cranzahl investiert in diesem Jahr eine knappe Million Euro in die Erweiterung des Unternehmens. Das Ziel: mehr Produktionsfläche schaffen.
<font size="2">VON ANTJE FLATH</font>
<font size="2">CRANZAHL </font><font size="2">- Baumaschinen bestimmen gegenwärtig die Szenerie im Gewerbegebiet im Sehmataler</font> <font size="2">Ortsteil Cranzahl. Neben der Produktionshalle der Metall- und Kunststoffverarbeitung GmbH (MKT) entsteht</font> <font size="2">eine rund 600 Quadratmeter große neue Lagerhalle. "Wir brauchen dringend Platz in der Produktion", sagt</font> <font size="2">Prokuristin Kerstin Totzauer.</font>
<font size="2"><br> In den zurückliegenden Jahren habe das Unternehmen vor allem in neue Maschinen investiert. Dadurch sei</font> <font size="2">in der mehr als 1100 Quadratmeter großen existierenden Halle mittlerweile jeder Quadratzentimeter</font> <font size="2">ausgelastet. Der Neubau soll nach seiner Fertigstellung - Kerstin Totzauer nennt den August dieses Jahres</font> <font size="2">als Termin - das komplette Lager des Unternehmens aufnehmen. Durch den Umzug werde wieder</font> <font size="2">Fertigungsfläche frei. Einschließlich neuer Maschinen spricht die Prokuristin von einer Investitionssumme</font> <font size="2">von etwa einer Million Euro.</font>
<font size="2"><br> Der seit zwölf Jahren im Ort und seit fünf Jahren im Gewerbegebiet ansässige Hersteller von Präzisionsteilen</font> <font size="2">hat sich auf Kunststoffe spezialisiert, die unter anderem für den Maschinen- und Anlagenbau gefertigt</font> <font size="2">werden - ebenso aber auch in Windkraftanlagen Verwendung finden. "Wir sind ein reiner Zulieferbetrieb",</font> <font size="2">erläutert Kerstin Totzauer. Beliefert würden ausschließlich Industriekunden in der Region beziehungsweise</font> <font size="2">in ganz Deutschland. Insgesamt gehörten etwa 4000 verschiedene Artikel zum Stammsortiment von MKT -</font> <font size="2">überwiegend Serienteile, die nach Zeichnungen des jeweiligen Kunden hergestellt werden. Den</font> <font size="2">Schwerpunkt bildet dabei die mechanische Fertigung. "Wir können bis zu einem Durchmesser von 800</font> <font size="2">Millimetern drehen und bis zu einer Länge von 6500 Millimetern fräsen", nennt die Prokuristin nur zwei</font> <font size="2">Beispiele. Verarbeitet würden hauptsächlich Hartgewebe, Hartpapier und Glasfasergewebe, so Totzauer.</font>
<font size="2"><br> Zählte das familiengeführte Unternehmen zum Produktionsstart acht Beschäftigte, hat sich deren Zahl im</font> <font size="2">Lauf der Jahre auf 25 erhöht. Zur Belegschaft gehören auch drei Lehrlinge. Einer von ihnen absolviert</font> <font size="2">derzeit ein sogenanntes kooperatives Studium - das heißt, er verbindet seine Berufsausbildung als</font> <font size="2">Zerspaner mit dem Bachelor-Abschluss. "Ein Experiment", wie Kerstin Totzauer einräumt. Dabei ist die</font> <font size="2">Prokuristin selbst gespannt, welche Erfahrungen im Unternehmen mit der bisher noch nicht praktizierten</font> <font size="2">Kombination gemacht werden. Wenngleich sie vom Erfolg überzeugt ist: "Ich habe ein total gutes Gefühl",</font> <font size="2">sagt sie und nennt das Ganze eine "Super-Sache".</font>
<font size="2"><br> Auch der neuen Lagerhalle sieht sie mit Spannung entgegen. Soll doch darin erstmals ein sogenanntes</font> <font size="2">Verschieberegal zum Einsatz kommen. Da bei einer solchen Konstruktion die jeweils 5,50 Meter hohen</font> <font size="2">Regalteile verschoben werden können, ist insgesamt nur noch ein Gang für den Stapler erforderlich,</font> <font size="2">erläutert die Prokuristin. Damit werde im Vergleich zu herkömmlichen Regalen eine doppelte bis dreifach so</font> <font size="2">hohe Lagerkapazität erreicht.<br> <br> <br> </font><font size="2">Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 24.05.2011</font>